Der Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Aktuelles

Pilgergrüße vom Martinusweg Bodensee-Allgäu-Oberschwaben

Anfang August war ich mit meiner Freundin auf dem Martinusweg zwischen Aulendorf und Biberach. Wir hatten zwei wunderbare anstrengende Tage, einer davon war fast durchweg nass. Die Herausforderungen waren sehr unterschiedlich, teilweise war die Beschilderung nicht eindeutig, die Wege waren sehr nass, ausgeschwemmt, das Gras meterhoch wie im Urwald. Trotzdem sind wir frohen Herzens gelaufen im Gebet und unter Gottes schützender Hand. Auf dem Weg haben wir viele wunderschön geschmückte Bildstöckle, Käppele, Gärten und die herrliche Landschaft in Oberschwaben gesehen. Wenn man zu Fuß unterwegs ist, ist man aufmerksamer und
sieht ganz andere Dinge am Rande des Weges. Wir werden bestimmt noch weitere Teile des Martinusweges zu einem anderen Zeitpunkt erkunden.

Text und Foto: Diane Albrecht

 

Theresia-Hecht-Stiftung auf dem Martinusweg

Gemeinsam mit dem Vorstand Alexander Paul und dem Seelsorgebeauftragten Raphael Steber waren Führungskräfte aus dem Seniorenpflegeheim St.Maria, Regglisweiler auf dem Martinusweg unterwegs. Bei herrlichem Spätsommerwetter führte die Route an zwei Tagen von Wiblingen über Ulm bis nach Ehingen. Neben der Klosterkirche St. Martin in Wiblingen und dem Ulmer Münster erfreute sich die Pfarrkirche in Oberdischingen besonderer Aufmerksamkeit. Nicht umsonst wird die Kuppelkirche als das "schwäbische Pantheon" bezeichnet. Jeder Pilgertag  war von spirituellen Impulsen begleitet und endete mit einem gemütlichen Beisammensein. So konnte neue Kraft für den beruflichen Alltag geschöpft werden.

Text und Foto: Raphael Steber, Theresia Hecht-Stiftung

 

5 Tage, 80 Kilometer - Martinusweg Hohenlohe-Franken begeistert

Bischof Gebhard Fürst begleitet die Gruppe an zwei Tagen

80 Kilometern an fünf Tagen legte eine Pilgergruppe um Geistlichen Begleiter Pfarrer Gerhard Bundschuh, Ursula Binder von der Diözesanpilgerstelle der Caritas und Geschäftsführer Achim Wicker in der zweiten Septemberwoche auf dem Martinusweg Hohenlohe-Franken zurück. Nach dem Start in Bad Mergentheim, ging es unter ortskundiger Führung von Dekanatsreferent Dr. Thomas Böhm nach Stuppach, wo die weltbekannte Stuppacher Madonna bewundert wurde. Am Abend erreicht die Gruppe das Jagststädchen Dörzbach, wo noch die Besichtigung der Kapelle Sankt Wendel am Stein und ein leckeres Abendessen beim Griechen auf dem Programm stand. Gut ausgeschlafen ging es am nächsten morgen weiter nach Marlach, wo die Gruppe bereits herzliche zur Mittagspause empfangen wurde. Mit dabei ab jetzt auch Bischof Dr. Gebhard Fürst. In Westernhausen wurde die Gruppen ebenfalls herzlich begrüßt und pilgerte von dort über den Wallfahrtsort Neusaß ins Kloster Schöntal. Höhepunkt des Tages war der Festgottesdienst mit Bischof Gebhard Fürst. In seiner Predigt ging er auf die Bedeutung des heiligen Martin für Europa ein, das eine neue Kultur des Teilens brauche. AnTag 3 begleitete dann nicht nur Bischof Fürst die Gruppe, sondern auch Dekan Ingo Kuhbach und weitere Pilger aus den Dekanaten Hohenlohe und Mergentheim. Über Jagsthausen, wo der Dorfladen eine herrliche Mittagspause bescherte ging es bis nach Widdern. Herzlich und fröhlich klang der Abend dan im Innenhof von Kloster Schöntal aus. Für die Pilger stand am Folgetag die längste Etappe an: 26 km von Widdern bis Erlenbach. Bei gutem Wetter meisterten alle die Strecke, wenn auch manche mit schmerzenden Füßen. Nur noch 9 km waren es dann am letzten Tag zur Katholischen Fachschule in Neckarsulm. Schulleiter Dr. Thomas Ochs, sein Sohn Samuel und zwei Schülerinnen begleiteten die Gruppe und gestalteten Stationen am Martinusrundweg in Neckarsulm. So ging an der Sulm eine ereignisreiche und erfüllte Woche zu Ende, in welcher die Teilnehmerinnen den Weg, ihren Glauben und so manche Lebensgeschichte miteinander und Menschen am Weg geteilt hatten. Beeindruckt waren alle von der große Gastfreundschaft und herzlichkeit der Menschen in Hohenlohe und Franken.

Artikel in der Fränkischen Zeitung

Berichte auf drs.de: Artikel zum Start , Artikel Geheimins des Pilgerns und Artikel zum Abschluss

Videobericht zur Pilgerwoche: Video auf Youtube

Start in Bad Mergentheim an der Martinskapelle

Pause in Marlach

Jagstbrücke bei Jagsthausen

Pilgergruppe in Neckarsulm

Text: Achim Wicker, Fotos: DRS / Guzy

 

Neuer Flyer erklärt die Martinseiche in Herrenberg

Unter großer Beteiligung der Bevölkerung wurde am Samstag, den 11. November 2017,die „Martinseiche“ auf dem Schlossberg in Herrenberg, direkt am „Roten Meer“, gepflanzt. Auf einer Gedenktafel, die neben der Eiche angebracht wurde, wird auf das historische Ereignis und die Zusammenhänge von Martin Luther mit Martin von Tours und den Martinusweg hingewiesen. Nun erschien neu ein Flyer, in dem die Entstehungsgeschichte und die Bedeutung der Martinseiche erklärt wird. Dazu bietet der Flyer kurze Informationen zu Martin von Tours und Martin Luther.
So steht die „Martinseiche“ am Schlossberg in Herrenberg als Symbol für die gelebte Ökumene der Evangelischen, Katholischen und Evangelischmethodistischen Kirchengemeinde in Herrenberg und setzt so sichtbar ein Zeichen der Verbundenheit. Sie ist ein Novum auf dem Martinus-Pilgerweg, ist ein Ort der Begegnung, denn: „Alles Leben ist Begegnung“.

Informationsflyer Teil 1 und Teil 2

Text und Foto: Hort Sehorsch

 

10 Jahre Martinusweg - Diözese veröffentlicht Erklärvideo

Wie ist der Martinusweg entstanden? Was hat es mit dem Weg auf sich? Geschäftsführer Achim Wicker erklärt in 120 Sekunden den Martinusweg.

https://www.youtube.com/watch?v=SrSHfwvuH7A

 

Sommerserie - Wegpate Walter Klaiber am Martinusweg

Die Gemeinde Nusplingen liegt beschaulich im Bäratal, im südwestlichen Teil der Schwäbischen Alb. Durch diese schöne Ecke unserer Diözesen führt auch der Martinusweg. Um die genau Route festzulegen, brauchte es allerdings jemanden, der die Gegend kennt wie seine Westentasche - und so wurde Walter Klaiber Wegpate des Martinuswegs.  "Ich bin immer unterwegs" Walter Klaiber hat viel Arbeit und Zeit in die Streckenführung und die Beschilderung "seines" Streckenabschnitts gesteckt: Telefonate mit Förstern, das Nachbohren von Schildern sowie das Abfahren und Abgehen der Wegstrecke sind nur einige seiner Aufgaben. Doch der 78-jährige packt gerne an, davon zeugen seine zahlreichen Vereinsmitgliedschaften und Tätigkeiten für die Gemeinde. Und seine Schnitzkunst - denn neben Krippen und Holzdekoration schafft er etwas für Pilgerinnen und Pilger, das man nicht im Laden kaufen kann: handgeschnitzte Pilgerstäbe aus Haselnussholz.

Zum Videobeitrag geht es hier:

https://www.drs.de/dossiers/sommerserie/wegpate-walter-klaiber-aus-nusplingen.html

 

Sommerserie - Faszination des Pilgern

Die Faszination des Pilgerns Sommerserien liefern Berichte, Bilder und Videos aus der gesamten Diözese

Die Stabsstelle Mediale Kommunikation (SMK) der Diözese Rottenburg-Stuttgart startet mit verschiedenen Angeboten in die Sommerferien 2021. Unter der Überschrift „Faszination des Pilgerns“ steht dabei der Martinusweg im Zentrum des redaktionellen Angebots. Der nach dem Diözesanpatron benannte Pilgerweg führt auf einem Haupt- und vier miteinander verbundenen Regionalwegen rund 1200 Kilometer quer durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Geplant sind Beiträge darüber, wie der Martinusweg vor zehn Jahren entstand und welche Rolle dabei die Martinusgemeinschaft spielte. Es gibt „Herbergsgeschichten“, bei denen Rolf Seeger aus Rottenburg, dessen Haus seit vielen Jahren Pilgern zur Übernachtung offensteht, über seine Erlebnisse berichtet und in einem Interview spricht Wolfgang Schneller, der mehrere Bücher mit Gedichten zum Jakobsweg und zum Pilgern allgemein verfasst hat, über die Faszination und das Erfolgsgeheimnis des Pilgerns. In Videoclips zeigt er zudem markante Pilger-Orte in Württemberg und trägt Gedichte vor. Unter dem Titel „Entlang des Martinusweges" postet die Diözese auf ihrer Facebookseite und ihrem Instagramkanal in loser Folge zudem Fotos, die immer wieder Überraschendes zeigen und die der Ammerbucher Fotograf Wolfgang Schmidt auf seinen Wanderungen entlang des Martinusweges gemacht hat. Die User:innen können erraten, wo das jeweilige Bild entstand und ihre Antworten in den Kommentaren eintragen. Zudem berichten Aktive in den Social-Media-Kanälen der Diözese, weshalb sie sich für den Martinusweg engagieren. In „Faszination des Pilgerns“ wird aber auch der sechs Kilometer lange Familien-Martinusweg quer durch den Bietigheimer Forst vorgestellt, der dazu einlädt, das Leben des Heiligen Martin näher kennenzulernen und Diakon Dieter Walser berichtet von seiner Aufgabe als Tourismusseelsorger am Bodensee. Vorgestellt werden die 350 Jahre alte Bergkapelle Erolzheim auf dem Frohberg, die Dreifaltigkeit von St. Martinus in Eglofs, die auch eine weibliche Person zeigt, sowie das Projekt von Rita und Egon Oehler aus Bad Saulgau, die ein Netzwerk von Pilgerwegen zu bekannten und vergessenen Gnadenorten, Wallfahrtskirchen und Klöstern zusammengestellt und zusammen mit anderen ausgeschildert haben. In Biberach schließlich fällt der Blick auf die von katholischer und evangelischer Kirchengemeinde gemeinsam genutzte Kirche St. Martin, wo das Teilen ganz im Sinne des Diözesanpatrons funktioniert.

Text und Foto: Gregor Moser, DRS

 

Radiobeitrag "Eselpilgern"

Hören Sie hier einen Beitrag über das Eselpilgern auf dem Martinusweg von KiP-Radio (Katholische Kirche im Privatfunk).

Beitrag herunterladen

 

Angehende ReligionslehrerInnen pilgern auf dem Familiemartinusweg im Bietigheimer Forst

Bericht vom geführten Pilgertag auf dem Familienpilgerweg im Bietigheimer Forst am 9.7.2021Nach der Begrüßung der angehenden Religionslehrerinnen mit den Lehrerinnen (insgesamt 8 Personen) und der Vorstellung des Familienpilgerwegs und des Martinuspilgerweges wurde von Frau Schnetz-Frangen der Unterschied zwischen Wandern und Pilgern verdeutlicht. Zwei Pilgerstäbe wurden als sichtbares Zeichen der Pilgerschaft überreicht und Zeichen reingefräst. Der Pilgerstab wird als der dritte Fuß des Pilgers bezeichnet, der die Dreifaltigkeit symbolisieren und dem Pilger Halt geben soll. An der Acht-Wege-Kreuzung angekommen, wurde über die Wege gesprochen, die jeder im Leben einschlägt und die getroffenen Entscheidungen an einer Wegegabelung. Nichts ist planbar – so wie bei einem Mandala, das auf dem Weg ausgelegt wurde. Auch Martinus hat mit der Entscheidung vor der Schlacht, aus dem Militärdienst auszutreten, den römischen Kaiser verärgert. Er befahl Martin, sich unbewaffnet vor dem Schlachtreihe aufzustellen. Bevor es zum Kampf kam, kapitulierte der Feind. Das menschliche Zusammenleben braucht eine tragfähige Brücke. Wir benötigen jeden Tag Brücken der Begegnung, Brücken der Verständigung und Brücken der Orientierung. Auch ein Wort kann eine Brücke sein; ein Wort, das uns zusagt: Du bist gehalten, du bist nicht allein auf dem Weg zum anderen Ufer, das vor dir liegt. Betrachtung des Baumes und der Rinde führt zum Wort Stamm mit seiner Bedeutung. Jeder einzelne Baum im Wald erzählt seine eigene Geschichte, das sein Aussehen prägt. Die Legende über die schnatternden Gänse bei der Weihe des Martinus zum Bischof wurde wieder in Erinnerung gerufen und über die Bräuche zu St. Martin und über die Bedeutung des Martinstages im bäuerlichen Leben wurde gesprochen. Der 11.11. war auch der Termin für den Viehabtrieb. An Martini begannen und endeten die Pacht-, Zins- und Dienstverhältnisse, der Martinstag wurde deshalb auch als Zinstag genannt. Gänse geschlachtet und es wurde nochmal geschlemmt, bevor die Fastenzeit begann.
Die vor dem Pilgern überreichten Pilgerstäbe wurden den Lehrerinnen zum Abschluss des Pilgertages zum Andenken an diesen Pilgertag geschenkt. Nach dem Segensgebet von Gabriele Gostner-Priebe kehrten die Lehrerinnen mit den Seminarteilnehmerinnen zurück auf den Michaelsberg.

 

Bericht und Bilder von Otto Abele

 

Geführter Rundgang auf dem Horrheimer Martinsweg

Der Nonnensessel war ursprünglich zum Knien da

Eine ansehnliche Zahl von Wanderfreunden beteiligte sich am Samstag, 10.7.2021, an einer Führung auf dem rund um Horrheim führenden ökumenischen Martinsweg. Sie wurde geleitet von Dekan i. R. Hartmut Leins, Bernd Metzger und Peter Hermann vom Schwäbischen Albverein, der die beteiligten Kirchengemeinden bei dieser Aktion unterstützte. Der Initiator das örtlichen Martinsweges, Diakon Albert Wild, konnte krankheitsbedingt leider nicht mitwirken.  An fünf Stationen gab es neben Informationen zur Landschaft und zum Martinsweg geistliche Impulse, die immer auch Erfahrungen aus dem Leben und Wirken des Heiligen St. Martin einbezogen. Eine erste Anregung hörten die Teilnehmer am Start bei der Martinskirche zum Stichwort „Gehen“: Der christliche Glaube war von vornherein keine statische Religion, sondern er wollte Menschen in Bewegung bringen, weshalb die ersten Christen in der Apostelgeschichte auch als „Menschen des neuen Weges“ bezeichnet wurden. Der zweite Impuls oben in den Weinbergen an einer Stelle mit besonders schöner Aussicht beschäftigte sich mit dem „Sehen“: Wir sollten die Schönheiten der Natur und Landschaft bewusster wahrnehmen, aber die Menschen und die Welt um uns auch in ihrer Tiefendimension betrachten und immer auch ihr Inneres und ihre tieferen Bedürfnisse entdecken. Diese Aussage wurde später beim Rundgang vertieft durch den biblischen Hinweis: „Der Mensch sieht was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz an.“ Eine reizvolle Betrachtung zum Thema „Sitzen“ gab es beim sogenannten Nonnensessel, einem in Form einer Sitzkuhle gestalteten Steines: Es tut uns gut, im Leben innezuhalten und nicht immer nur weiterzueilen. Allerdings gab eine Teilnehmerin einen interessanten Hinweis: Der Nonnensessel diente ursprünglich wohl nicht zum Sitzen sondern zum andächtigen Knien, was dann auch gleich von einigen Teilnehmern ausprobiert wurde. Ob die Nonnen vom Priorat auf dem Baiselsberg allerdings den eigentümlichen Stein jemals hierzu nutzten, ist ungewiss. Zwischen den Ausgrabungen des früheren Klosters ging es dann um das Stichwort „Stehen“ – verbunden mit einer Betrachtung zu den umstehenden alten Bäumen. Weitere besinnliche Stationen bildeten die Klosterberghütte und der Eselsbrunnen, bei dem die Bedeutung des Wassers hervorgehoben wurde.
Der 2019 geschaffene Horrheimer Martinsweg gehört zum europaweiten, rund 1200 km langen Pilgerweg vom Geburtsort des Heiligen St. Martin (316–397) in Ungarn zu seinem hauptsächlichen Wirkungsort in Tours in Frankreich. Zugleich ist er Teil des Martinus-Rad-Pilgerweges über 130 km von Besigheim über Maulbronn und Zaberfeld nach Heilbronn.


Foto: Hartmut Leins; die Wandergruppe vor dem Nonnensessel Text: Hartmut Leins

 

Esel-Pilgern mit Leo, Fred und Paulchen durch das Lautertal

19 Pilger und Pilgerinnen machten sich am 26.06.2021 für zwei Tage mit 3 Eseln und seinem Besitzer auf den Weg durch das Lautertal. Mit einem Pilgersegen wurden wir von Andreas Grüner Pastoralreferent aus Münsingen mit dem Pilgersegen vor der Klosterkirche in Zwiefalten auf unseren Weg ausgesendet.
Bei schönstem Wetter waren wir Alle gespannt auf diese zweitägige Pilgertour, die uns auf den Spuren des Heiligen Martin und seinem Leben mit den Eseln erwartete. Herr Müller Besitzer von Leo, Fred und Paulchen gab der Gruppe eine Einführung wie wir mit den Eseln umgehen sollen. Esel sind überaus treue Wesen, zugleich aber auch eigenwillig, dass sich auch des öfteren zeigte. Auf jeden Fall charakterstark. Esel passen sich nicht an, sondern geben das Tempo vor. Sobald sie Vertrauen gefasst haben gehen sie mit Dir über Stock und Stein und tragen bereitwillig das Gepäck. So hatten wir unbeschwertes gehen und freie Sicht auf das wunderbare Lautertal. Fernab von Hast, in einer Eselsruhe durften wir diese schöne Umgebung aus ganz anderen Augen sehen und den Blick zwischendurch nach innen richten. Abwechselnd waren die Pilger/innen mit den Eseln auf dem Martinusweg unterwegs. Vorbei an der Wimsener Höhle, Hayingen hatten wir schon bald unser Etappenziel Indelhausen erreicht.
Nach einem guten Abendessen und geselligen Abend im Hirsch in Indelhausen konnten wir am zweiten Tag gut gestärkt nach dem Frühstück unsere Pilgertour fortsetzen. Bichishausen, Hundersingen, Buttenhausen und St. Martin in Dapften waren unsere Ziele und beim Landesgestüt in Marbach unser Etappenziel sind alle wohlbehalten angekommen. Die Esel wurden mit einiger List in den Anhänger verladen und durften die Heimreise antreten. Wir Pilger/innen wurden mit dem Bus an unseren Ausgangspunkt Zwiefalten gebracht.
Eine schöne Pilgertour durch das Biosphärengebiet der Schwäbischen Alb ging zu Ende und eine Erfahrung reicher, den pilgern mit Eseln ist sehr erholsam und entschleunigt.

Bericht und Bilder von Monika und Wolfgang Bucher

Schaufenster am Metzelplatz informiert über den Martinusweg

Noch bis zum 12. Juli 2021 informiert die St. Martinusgemeinschaft in einem Schaufenster am Rottenburger Metzelplatz über den Martinusweg. Sogar eine (fast) waschechte Pilgerin mit Pilgertuch und Pilgerstab ist zu sehen. Daneben zwei Rollups, Fotos und eine Karte, die über den Martinusweg im Dekanat Rottenburg und darüber hinaus informieren. Interessierte können sich einen Flyer „Samstagspilgern 2021“ mitnehmen. Gestaltet wurde das Fenster von Rolf Seeger, Pilgerbeauftragtem des Dekanats Rottenburg und Monika Bucher, der Vorsitzenden der St. Martinusgemeinschaft. Zur Verfügung gestellt wurde die Werbemöglichkeit von Ernst Heimes aus Rottenburg.

Foto: St. Martinusgemeinschaft

 

Pilgertag mit Bischof Fürst auf dem Martinusweg

Am 26. Juni 2021 laden das Dekanat Böblingen und Bischof Gerhard Fürst unter dem Titel "Leben teilen" zum Pilgern auf dem Martinusweg ein. Start ist um 10:30 Uhr vor/in der Kirche St. Josef Herrenberg. Danach pilgern die TeilnehmerInnen 10,5 km auf dem Martinusweg nach Hildrizhausen, wo gegen 16:30 Uhr der Abschlussgottesdienst stattfindet.

Ein Anmeldung ist wegen der begrenzten Teilnehmerzahl notwendig. Die Veranstaltung findet nur statt, wenn die Coronabestimmungen es zulassen.

Alle weiteren Informationen finden Sie im Flyer zur Veranstaltung.

 

2 + 1  = Pilgertag von Arlach zum Kloster Bonlanden

So eine persönliche Pilgerbegleitung gibt es nicht jeden Tag. Rudi Link war privat  und mit Abstand mit einem Ehepaar unterwegs von Arlach zum Kloster Bonlanden. Statt den geplanten Pilgertag ganz abzusagen, gab es nun eben Pilgern im Kleinen. Die drei Martinuspilger gingen für alle, die unter der aktuellen Coronasituation leiden.

Für den Herbst ist dann der große Pilgertag geplant, sofern dann möglich.

Foto: Rudolf Link, Arlach

 

SWR 1 am Morgen - Pilgern als Auszeit für die Seele

Anlässlich das Fachtags "Pilgern" der LAG Kirche und Tourismus in Baden-Württemberg und der St. Martinusgemeinschaft e.V. interviewte SWR Achim Wicker zum Thema.

Das Interview kann auf der Homepage von SWR 1 nachgehört werden: Homepage SWR 1

 

10 Jahre Martinusweg -Kapellengespräch mit Achim Wicker

Vor 10 Jahren wurde in der Diözese Rottenburg-Stuttgart der Martinusweg eröffnet. Seither hat er sich zu einem beliebten Pilgerweg entwickelt, auch wenn zehn Jahre für einen Pilgerweg noch kein Alter sind. Gregor Moser sprach mit dem Geschäftsführer der Martinusgemeinschaft Achim Wicker über das Jubiläum in Zeiten von Corona, die Bedeutung des Diözesanpatrons für den Weg und über Lieblingsstrecken.

https://soundcloud.com/dioezese_rs/10-jahre-martinusweg-10-jahre-pilgern

Foto: Karl-Heinz Kuball, Horb

 

Bistumsmedaille des Bistums Trier an Hans-Georg Reuter verliehen

Trier/Prüm – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 18. April im Anschluss an das Pontifikalamt im Trierer Dom die Bistumsmedaille an Beate Born und Hans Georg Reuter verliehen. Mit der Medaille werden Christinnen und Christen gewürdigt, die durch ihr glaubhaftes Zeugnis und außerordentliches Engagement Bedeutsames in Kirche und Gesellschaft im Bistum Trier bewirkt haben.

Hans-Georg Reuter (78) aus Trier ist seit vielen Jahren ehrenamtlich für das Bistum und die Hohe Domkirche aktiv. Als Regionalbeauftragter für den europäischen Kulturweg „St. Martin von Tours“ trug der pensionierte Religionslehrer maßgeblich dazu bei, dass der Pilgerweg durch das Bistum GPS-gestützt begehbar ist; für die Trierer Diözese arbeitete er im Vorstand der im Bistum Rottenburg-Stuttgart ansässigen Martinusgesellschaft und ist im Auftrag des Bistums Trier Ansprechpartner für offizielle Delegationen von Pilgergruppen auf dem Martinsweg. „Durch zahlreiche Publikationen und Vorträge lässt er Leben, Werk und Botschaft des Heiligen Martin und dessen Verbindung zum Bistum aufleben und wissenschaftlich fundiert ein facettenreiches Bild des Heiligen entstehen, das weit über das herkömmliche Wissen hinausgeht,“ so Horst Drach in seiner Laudatio. „Du brennst für die Dinge, die dir wichtig sind als Mensch und Christ in dieser Ortskirche von Trier.“ Außerdem ist Reuter Teil des ehrenamtlichen Unterstützerteams der Dominformation und engagiert sich im Lektorendienst der Hohen Domkirche.

Eigentlich hätte die Verleihung bereits im vergangenen Jahr stattfinden sollen, wegen der Corona-Pandemie musste sie verschoben werden. Die Ehrung im Dom fand im Rahmen der Heilig-Rock-Tage und unter Einhaltung des bistumsweiten Corona-Schutzkonzepts statt.

Text und Fotos: Inge Hülpes, Bistum Trier

 

Neuer Flyer Samstagspilgern erschienen

Über 30 Pilgerangebote in der ganzen Diözese und darüber hinaus finden sich im neuen Flyer "Samstagspilgern 2021", den die St. Martinusgemeinschaft jetzt veröffentlicht hat. Neben dem bewährten Format "Samstagspilgern" finden Interessierte auch ein Pilgerwochenende mit drei Eseln und eine Pilgerreise in dem neuen Flyer. Auf der Homepage wird immer aktuell informiert, ob und ggf. unter welchen Bedingungen die Angebote stattfinden können.

Der Flyer Samstagspilgern kann direkt hier heruntergeladen werden:
Flyer Samstagspilgern
oder bei der Expedition der Diözese Rottenburg-Stuttgart als Printprodukt kostenlos bestellt werden.

 

Kreuwegandacht in Horrheim auf dem Martinusweg

Am Karfreitag trafen sich rund 20 Gemeindemitglieder an der Martinskirche in Horrheim zur Kreuzwegandacht unter der Leitung von Diakon Albert Wild. Von der Kirche ging es bei strahlendem Sonnenschein, natürlich Corona-konform entlang des Martinus Weges bergauf zum Klosterberg. Dabei trugen die Teilnehmer abwechselnd ein aus Treibholz vom Bodensee gefertigtes Kreuz. Unterwegs wurde in 14 Stationen dem Leidensweg Jesu Christi durch Diakon Wild, unterstützt durch Ursulas Tonzer, gedacht. Uns fiel auf, dass die Frauen bei den einzelnen Stationen eine wichtige Rolle spielten. Auf seinem Leidensweg begegnete er seiner Mutter, Veronika reichte ihm das Schweißtuch und bei Station 8 waren viele klagende und weinende Frauen. Nach dem Tod Jesu wurde er seiner Mutter in den Schoß gelegt und wieder waren es viele Frauen, die seinen Leichnam zum letzten Geleit begleiteten und zusahen, wie er ins Grab gelegt wurde. Das folgende Gebet begleitete uns auf der ganzen Kreuzwegandacht: „Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich. Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst. Erbarme dich über uns und über die ganze Welt.“
Unterwegs entstanden zwischen den Teilnehmern nette Gespräche, die gerade in diesen Zeiten der Corona Pandemie als sehr guttuend empfunden wurden. Nach 2 Stunden waren wir wieder am Ausgangpunkt angekommen und verabschiedeten uns mit dem Gruß Frohe Ostern!


Foto und Text: Diakon Albert Wild

 

Virtuelle Ausstellung - Pilger-Bilder

Vor einiger Zeit bat das Kloster Chorin Pilgerinnen und Pilger aus ganz Deutschland, Fotos von ihrem Pilgerweg zu schicken. Eine Auswahl daraus haben die Verantwortlichen zu einer Ausstellung zusammengestellt die im Kloster Chorin, sobald wie möglich besichtigt werden kann. Schon jetzt ist ein virtueller Rundgang möglich, der einige der Bilder zeigt und die Geschichten dazu sichtbar macht. Das Pilgern wird auch als „Beten mit den Füßen“ bezeichnet. Vielleicht bekommen Sie Lust sich auch einmal auf einen Pilgerweg zu begeben? Das Klicken durch die Ausstellung macht Lust dazu. Mit einem Bild ist auch der Martinusweg vertreten.

Hier geht es zur virtuellen Ausstellung.

Foto: Kloster Chorin

 

Eselpilgern auf dem Martinusweg - Anmeldung ab sofort

Mit Fred, Leo und Paulchen geht es am 26. und 27. Juni 2021 pilgernd über die Alb. Wer dieses besondere Pilgererlebnis miterleben möchte, kann sich ab sofort anmelden. Mit dabei sind Monika und Wolfgang Bucher als Pilgerbegleitung. Übernachtet wird im Hotel Hirsch in Indelhausen.

Ausschreibung und Anmeldeformular

 

Kirchen beteiligen sich an der digitalen CMT - Martinusweg und andere Pilgerwege

Mit einem Video zum Thema Pilgern beteiligen sich die vier großen Kirchen in Baden-Württemberg am 26. Januar an der Tourismusmesse CMT, die dieses Jahr pandemiebedingt digital stattfindet.Die Kirchen verweisen damit auf ihr reichhaltiges Pilgerangebot, das Menschen helfen soll, eine Auszeit zu nehmen. „Die Kirchen in Baden-Württemberg bauen derzeit ihr Pilgerangebot aus. Denn Pilgern hat eine lange kirchliche Tradition und tut Menschen gut, die eine Auszeit brauchen – gerade auch in schwierigen Zeiten oder bei biographisches Lebensübergängen“, erklärt Ingrid Knöll-Herde, derzeit Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Kirche und Tourismus der vier großen Kirchen in Baden-Württemberg. Der Videofilm, der eigens für die CMTdigital entwickelt wurde, zeigt wichtige Pilgerwege und -stationen, die quer durch Baden-Württemberg führen, darunter beispielsweise den Jakobusweg, der 1987 zum ersten Europäischen Kulturweg erklärt wurde, und den Martinusweg, der 1300 Kilometer durch Baden-Württemberg führt. Es werden aber auch Angebote für neuere Formen des Pilgerns vorgestellt. Beispielsweise der Rad-Pilgerweg „MeinRadweg“, der von Rottenburg am Neckar über das Donautal und den Bodensee in die Schweiz führt; oder der unter dem Titel „Pilger.Schön“ von den Evangelischen Frauen in Baden entwickelte Pilgerweg, der sich mit inzwischen drei begleitenden Handbüchern gezielt an Frauen richtet. Darüber hinaus lädt das Video dazu ein, lokale Pilgerwege und spirituelle Wanderungen im Nationalpark Schwarzwald und an vielen Orten in Baden-Württemberg zu entdecken. Außerdem möchte der Beitrag zeigen, wie Pilgern das Leben bereichern kann. „Wer sich auf den Weg macht, nimmt Abstand vom Alltäglichen. Pilgern ist Entschleunigung der Bewegung, der eigenen Gedanken und eine Sensibilisierung der Sinne für Eindrücke, die nicht mehr alltäglich sind“, erläutert Ingrid Knöll-Herde. „Pilgernd entdeckt man die Welt neu und hat die Chance, andere oder ganz neue Schwerpunkte zu setzen.“

Link zum Film "Pilger in Baden-Württemberg"

 

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