Der Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Aktuelles

Pilgertag mit Bischof Fürst im Dekanat Böblingen

Gemeinsam unterwegs sein und ins Gespräch kommen. Unter dem Motto „Begegnung wagen“ machten sich eine Gruppe von ca 30 Frauen und Männer, darunter auch Dekan Anton Feil, der Böblinger Landrat Roland Bernhard und der 1. Beigeordnete der Stadt Weil der Stadt, Jürgen Katz, gemeinsam mit Bischof Dr. Gebhard Fürst im Dekanat Böblingen auf den Weg. Der Weg führte von der Kirche St. Leonhard in Dätzingen über Stationen an der evangelischen Cyriakus-Kirche in Schafhausen, den Vereinsremisen und dem Seniorenzentrum „Bürgerheim“ nach Weil der Stadt. An jeder Station gab es einen Bild-, Text- und Liedimpuls. Die Bilder zeigten Werkstücke, die Schüler*innen der Weil der Städter Peter-Härtling-Schule angefertigt haben. Sie beteiligten sich mit diesen Stoffteilen an der Aktion „Mantel teilen“ des im Mai stattgefundenen Katholikentags in Stuttgart. Wir wollen teilen wie Martin. Aber nicht nur einen wärmenden Mantel, sondern auch Freude, Zeit, Freundschaft, Liebe und Hoffnung brauchen Menschen. Beeindruckend war für viele vor allem die Begegnung im neubezogenen Seniorenzentrum. Wir durften unsere Station in der Hauskapelle abhalten und haben dort durch den Sozialdienstleiter, Herr Danilo Walter, viel über die Arbeit der Kepplerstiftung erfahren.

Im gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul griff der Bischof die Gedanken der Stationen noch einmal auf und legte seine Überlegungen zum Heiligen Martin aus Tour noch dazu. Mitgestaltet wurde die Feier vom Kirchenchor der Gemeinde. Ein würdiger und feierlicher Abschluss des Tages, bei dem auch viele „Nichtpilger“ mitfeierten.

Gesellig ging der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen im katholischen Gemeindehaus St. Augustinus zu Ende. Alle waren sich einig: das war ein rundum gelungener Tag mit vielen wunderbaren Begegnungen!

Text Macra Joha - Bilder folgen

Vollversammlung der St. Martinusgemeinschaft in Stuttgart

Quasi unter dem großen Martinusmantel des Katholikentags fand am Wochenende die Vollversammlung der St. Martinusgemeinschaft e.V. im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart statt. Mitglieder aus Baden-Württemberg und Bayern nahmen den Tätigkeitsbericht des Vorstands und den Jahresabschluss entgegen. Die Vorsitzende Monika Bucher hielt zu Beginn einen kurzen Rückblick auf 10 Jahre St. Martinusgemeinschaft und erinnerte an die Gründungsmitglieder. Viel hat sich seitdem getan und der Martinusweg ist immer weitergewachsen. Zwei Höhepunkte für die Mitglieder stellte Geschäftsführer Achim Wicker vor. Zum einen lädt die St. Martinusgemeinschaft zu einer gemeinsamen Fahrt zur Eröffnung des Martinusweges in der Diözese Augsburg mit Bischof Bertram Maier und Weihbischof Matthäus Karrer ein. Zum anderen geht es vom 10. – 12. November 2022 nach Kempen am Niederrhein, wo der größter Martinusumzug Deutschlands stattfindet und nach Utrecht zur Martinsparade mit riesigen Lichterfiguren. Kassier Peter Silberzahn konnte für den Haushalt einen leichten Überschuss vermelden und sieht den Verein für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Herzstück der Vollversammlung waren die Berichte aus den Diözesen und Dekanaten. Nach der Mittagspause wurde traditionell ein Stück gemeinsam gepilgert: das Leben, den Weg und den Mantel teilen werden auch im kommende Jahr Antrieb und Ansporn für die Mitglieder der St. Martinusgemeinschaft sein.

Foto: Teilnehmer der Vollversammlung vor dem Martinsmantel im Haus der Katholischen Kirche - Bericht: Achim Wicker

 

 

Im Rhytmus der Zeit - Pilgern mit dem Schw. Albverein

13 Pilger, die meisten aus Stuttgart und Umgebung, trafen sich am Bahnhof in Besigheim bei idealem Wetter zum gemeinsamen Pilgern von Besigheim über den Michaelsberg nach Lauffen. Peter Herrmann, der Wanderführer, begrüßte uns und erläuterte die Sehenswürdigkeiten auf unserer Wanderung. Albert Wild, unser geistlicher Begleiter, regte uns zum Nachdenken an mit Impulsen von Anselm Grün mit „Im Rhythmus der Zeit“ sowie „Was am meisten zählt“ und von Thich Nhat Hanh mit dem Text „Ein neuer Tag ist wie ein weißes Papier“ und „Glücksbohnen“ von einem unbekannten Autor. In Löchgau schauten wir uns die Figuren von Professor Seemann mit den prägnanten Bäuchen und den fließenden Bewegungen der Skulpturen an. Herrn Herrmann machte auf die Nagelfabrik aufmerksam, weshalb auch in Löchgau das einzige Museum in Deutschland für Nägel steht.Auf der Berghütte oberhalb von Löchgau machten wir Rast und beobachteten die Segelflieger beim Starten. Auf dem Michaelsberg entschädigte uns der Weitblick für den langen Aufstieg mit 220 Stufen. Neben dem Michaelsberg pulsierte das Leben. Wir hörten das Rattern der Fahrgeschäfte in Tripsdrill und einige Male die Freudenschreie der Fahrgäste. Wir hielten in der Michaelskirche inne mit einem Impuls von Diakon Wild und besuchten den Friedhof für unbestattetes Leben mit der Skulptur von Sieger Köder.

An der Michaelskirche in Meimsheim machten wir wieder Rast und hörten eine Zusammenfassung der Lebensgeschichte von Martinus.

Um 18 Uhr erreichten wir Lauffen und kehrten zum gemeinsamen Essen und zum Abschluss des Pilgertages ein. Danach fuhren wir mit den Gedanken an diesen schönen Pilgertag mit dem Zug zurück nach Besigheim bzw. Stuttgart.

 

Text und Bild Otto Abele

 

Familienpilgern im Dekanat Biberach

Im Rahmen des Samstagspilgerns hat das Dekanat Biberach am Wochenende erstmals zu einer Familienpilgern auf dem Martinusweg eingeladen. Dekanatsreferent Robert Gerner führte gemeinsam mit dem Rottenburger Pilgerführer Rolf Seeger die sechs teilnehmenden Familien auf dem neun Kilometer langen, kinder- und kinderwagengerechten Weg durch die Illertal Landschaft. Startpunkt war Berkheim. Am frühen Vormittag machte sich die Gruppe gemäß Pilgertradition mit Kreuz und Fahne auf den Weg zum Kloster Bonlanden. „An mehreren Wegstationen hörten die Pilgernden Impulse, die sowohl den Erwachsenen Inspiration übermittelten und gleichzeitig auch für Kinder verständlich zum Nachdenken anregten“, so Robert Gerner. Rolf Seeger erzählte unterwegs Mut-Mach-Geschichten aus dem Leben des Namenspatrons des Weges, dem Heiligen Martinus von Tours. „Wir hörten Anekdoten aus seinem Leben, in denen der Heilige Martin selbst Mut zum Weitermachen benötigte und uns so zum Vorbild werden soll in unserer aktuell herausfordernden Zeit“, so Gerner. Eltern und Kinder konnten im Anschluss den Kernaussagen der vorgetragenen Geschichten mittels erlebnispädagogischer Übungen nachspüren. Robert Gerner, der auch über erlebnispädagogische Kenntnisse verfügt, leitete an. „Auf heitere Weise, aber nicht allzu leicht“, sagt er, erschließe sich das Thema das Pilgern, im Unterschied zum Pilgern für Erwachsene, in denen ausschließlich spirituelle Impulse und das Ruhefinden in der Natur im Vordergrund stehen, den Kindern in Gemeinschaft mit ihren Eltern. Dies seien neue Erfahrungswerte für Gemeinschaftlichkeit in Familien, so Gerner. In Bonlanden packte jeder sein mitgebrachtes Vesper aus. Denn auch das gemeinsame Picknick trage beim Familienpilgern als Gemeinschaftsaktivität ganz besonderen Stellenwert, ebenso wie der dort abgeholte Pilgerstempel als Nachweis für ein familiär gemeinschaftlich erreichtes Ziel. Am Pilgerziel selbst, in Erolzheim stand zur Stärkung Kaffee und Zopf für die Familien bereit. „Vor dem gemeinsamen Gottesdienst bildeten wir eine sogenannte menschliche Brücke“, so Gerner. Diese führe sinnbildlich vom Menschen direkt zu Gott und zeige, wie mit Mut und Vertrauen Gemeinschaft durch gegenseitige Unterstützung bewirkt werden könne. „Wie beim Heiligen Martinus selbst“, so Gerner.

Die nächste Familienpilgertour findet voraussichtlich im Juli 2023 statt, als weitere Etappenwanderung durchs Dekanat Biberach.

 

      

Text und Bilder Christina Maria Benz

 

Verleihung des „Prix du Partage“ an die Caritas Bruchsal

Frau Barbara Gitzinger engagierte sich bei der Caritas Bruchsal seit 2013 für die „Orte des Teilens“ auf dem Martinusweg. Sie hat diesen maßgeblich in der Region aufgebaut, bekannt gemacht und mit Angeboten bespielt. Insbesondere wurden Orte für „Orte des Teilens“ ausgewiesen, an denen die Spiritualität des Heiligen Martin, das Teilen spürbar und gelebt wird: der Tafelladen Burchsal, das Julius-Itzel-Haus und das Seniorenzentrum St. Martin in Philippsburg sind „Orte des Teilens“.

Für dieses Engagement hat das Europäische Kulturzentrum St. Martin mit Sitz in Tours, Frankreich über die St. Martinusgemeinschaft e.V. der Caritas Bruchsal nun den „Prix du Partage“, den „Preis des Teilens“ verliehen. Er wurde am 27.06.2022 von Constantin Weyrich überreicht. Eine besondere Auszeichnung, die nur einmal in jedem Land am Europäischen Martinusweg vergeben wird.

 

 Text und Bild Monika Bucher

Ausflug der Kindergartenkinder von St. Martin aus Besigheim auf dem Familienmartinusweg

Am sonnigen Freitag, den 24.6.2022 pilgerten die fünf- bis sechsjährigen Kinder vom Kindergarten St. Martin mit ihren Erzieherinnen auf dem Familienmartinusweg im schattigen Wald im Bietigheimer Forst.

An der ersten Station, der 8-Wege-Kreuzung, erhielt ein Kind mit dem verzierten Pilgerstab den Auftrag, den richtigen Weg zu Station 2 zu finden.

An der Station 2 auf der Brücke mussten die Kinder das Problem lösen, auf einem schmalen Weg über die Brücke, dargestellt mit einem Seil, aneinander vorbeizukommen. Nur in Zusammenarbeit miteinander kamen die Kinder auf die andere Seite der Brücke.

An der Station 3 wurde von den Kindern das Martinusspiel mit der Mantelteilung aufgeführt.

An der Station 6 auf dem Familienmartinusweg zeigten die Erzieherinnen mit einer Handpuppe, wie St. Martin vor der Wahl zum Bischof von den Gänsen mit ihrem Geschnatter verraten wurde. Nach dem Lösen der Quizaufgaben über St. Martin, über den die Kinder informiert waren, bekamen jedes Kind von den Erzieherinnen ein Überraschungstütchen mit selbst gebackenen Gänsen.

An der Station 7, dem Grill- und Spielplatz, konnten die Kinder sich ausruhen und spielen. Die Elternbeiräte besorgten das Essen und die Getränke und alle konnten sich nach diesem sonnigen Tag stärken. Das war wirklich ein schöner Ausflug. Die Kinder erzählen nach Angaben der Erzieherinnen jetzt noch davon. Der Ausflug soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

 

     

 Text und Bild Otto Abele

Männertour am Bodensee

Pilgertour für Männer auf dem Martinusweg zwischen Eglofs und Langenargen

Sonntag 4. September 2022, abends – Mittwoch 7. September 2022, vormittags.

Ganz einfach, zu Fuß und mit Übernachtungen in eigenen Zelten oder im Freien. Begleiter: Dieter Walser, Diakon und Tilman Kugler, Referent für Männerarbeit Pilgern ist eine gute Übung – für unseren Alltag. Gleichzeitig ermöglicht es uns auch, Abstand vom Alltag zu gewinnen – um dann wieder neu einzusteigen…

Und das ist der Plan:Wir treffen uns am Sonntagabend, 04. 09. im Feriendorf Eglofs (Argenbühl). Dort bekommen wir ein einfaches Abendessen, Platz für unsere Zelte und am nächsten Morgen ein Frühstück. Am abendlichen Lagerfeuer haben wir Zeit, uns kennen zu lernen und einander zu erzählen, was wir mit dem Pilgern verbinden und an den Tagen mit auf den Weg nehmen. Dann pilgern wir die ca. 43 Kilometer bis an den Bodensee in zwei Tagestappen. Bei Goppertsweiler übernachten wir auf einer Wiese. Unterwegs verpflegt sich jeder selbst. Am Feuer kochen wir uns dazu Kaffee oder Tee. Außerdem können wir am Übernachtungsplatz unsere Wasserflaschen nachfüllen.

Am Dienstagabend kommen wir dann im Feriendorf Langenargen am Bodensee an. Dort erwartet uns wieder ein einfaches Abendessen. Am Feuer schauen wir gemeinsam auf den zurückliegenden Weg zurück und lassen ihn ausklingen. Nach einer weiteren Nacht in unseren Zelten, einem Frühstück und einem Abschuss mit Reisesegen geht am Mittwochvormittag jeder wieder zurück in seinen Alltag. Doch unser Plan ist nur ein Gerüst. Pilgern bedeutet, sich ganz bewusst auf einen Weg mit Gott zu begeben. Und der ist nicht komplett planbar und berechenbar. Im Vertrauen darauf, dass Gott mit uns unterwegs ist, lauschen wir beim Pilgern auf unser Inneres, auf die Sprache der Natur um uns herum und auf das Miteinander in der Pilgergruppe. Mag sein, dass in all dem die Stimme Gottes mit klingt. Dabei nehmen wahr, was mit unseren Plänen geschieht, was die Natur, das Wetter und der Weg uns nahe legen, welche Gedanken uns kommen und welche unwichtig werden… Beim Gehen, beim Schweigen, in Gesprächen, beim Beten, beim ganz einfachen Da-sein…

Teilnahmebeitrag: 35,- (inkl. Kursgebühr, 2x Campen in einem Feriendorf mit einfachem Abendessen und Frühstück). Darüber hinaus gilt Selbstverpflegung (unterwegs und um die Zwischenübernachtung)

Anmeldung bis Ende Juli beim Fachbereich Männer der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Jahnstaße 30, 70597 Stuttgart, Telefon 0711/9791-1093, maenner(at)bo.drs.de

Weitere Informationen: https://kirche-und-gesellschaft.drs.de/maenner/veranstaltungen/unter-freiem-himmel-22.html

 

Wo liegt DEIN Herz?
Europäisches Pilgern für ein Europa der Bürger

Bericht von der ersten Etappe Pannonhalma-Wien

Im Rahmen eines zweijährigen EU-Projektes zum Thema Spannungsfeld persönliche Identität, Heimat und Europa ist eine Pilgergruppe von Ungarn bis Passau unterwegs. Ein Bericht vom schwierigen Versuch, das neonationalistische Ungarn zu verstehen, mit dem europäischen Friedensprojekt in Einklang zu bringen und davon, dass Gemeinschaft mit der Reise des Einzelnen zu den eigenen Wurzeln beginnt.

2 Kommunen, 2 KAB Diözesanverbände, 1 Diözese und eine Bürger-Gemeinschaft aus drei Staaten haben gemeinsam erwirkt, dass die EU ein Pilger-Projekt auf dem Martinusweg finanziert. Hier wird herausgearbeitet, wie der Einzelne in einer bunten europäischen Gemeinschaft gedeihen und sich entfalten kann. Dabei wird deutlich, dass Katholische Soziallehre und Strukturprinzipien der EU Hand in Hand gehen – sie sind nicht Theorie, sie gestalten höchst lebendig unser Miteinander.

In der Erzabtei Pannonhalma, Weltkulturerbe und kulturell wie sprachlich so die Wiege Ungarns, liegt das Herz Otto von Habsburg. Sein Körper liegt in Wien, so dass die Pilger auf dem Martinusweg von Herz zu Kopf des Kaiserreichs Österreich-Ungarn wandern. In Köszeg erleben sie Deutsch-Ungarn, in Kópháza Burgenland-Kroaten, Minderheiten, denen Ungarn Sonderrechte zusichert, damit sie ihre Kultur frei leben und zu einem bunten Miteinander beitragen. Die Pilger überqueren die Grenze dort, wo 1989 das Paneuropäische Picknick stattgefunden hat, wo über Monate DDR-Bürger heimlich die grüne Grenze zu queren suchten – stets gejagt von ungarischen Soldaten. Mit dem Burgenland durchqueren die Pilger das jüngste österreichische Bundesland, geschaffen als Korridor, dann Randregion am Ende der westlichen Welt, heute Teil einer blühenden Euregion. Das Demokratie-Mobil der Diözese begleitet die Pilger, es regt zu Fragen an, intensiviert die zahlreichen Begegnungen und macht deutlich, dass die Martinus-Pilger für eine offene Gesellschaft unterwegs sind. In Trausdorf hielt 1988 Papst Johannes Paul II. eine Messe am Eisernen Vorhang, viele der Gläubigen kamen aus dem Ostblock, heute kämpft eine Bürgerbewegung für eine große Gedenkstätte.

Das EU-Projekt ist getragen von gemeinwohlorientierten Organisationen, dementsprechend erleben die Pilger in Mattersburg und Wien, wie unterschiedlich die Arbeitsmärkte sind und wie regional angepasst daher Sozialprojekte sein müssen. Während der Schwerpunkt im Burgenland auf Orientierung liegt, liegt er in Wien auf Vermittlung. Im Museum Marienthal wird greifbar, was Arbeitslosigkeit mit Menschen macht – in den 30er-Jahren wurde dort erforscht, wie Menschen auf die durch den Verlust der Arbeit bedingte Perspektivlosigkeit reagieren. Die Pilger erfahren, dass es nun „Marienthal Reloaded - MAGMA“ gibt, ein Projekt der AMS (Arbeitsagentur) Niederösterreich. MAGMA steht für Modellprojekt Arbeitsplatzgarantie Marienthal. Hier wird allen Langzeitsarbeitslosen der Gemeinde eine Arbeitsplatzgarantie für die nächsten drei Jahre gegeben. Dabei wird untersucht, welche Wirkung der Ausgang aus perspektivloser Langzeitsarbeitslosigkeit in ein Arbeitsverhältnis auf Psyche und Sozialleben hat – also genau der umgekehrte Vorgang wie vor 30 Jahren.

Im Stephansdom am Ende unserer Reise merken die Pilger auf: „Otto von Habsburg wollte, dass sein Herz in Ungarn beigesetzt wird“ – in Pannonhalma, wo eine Pilgerreise begann, bei der die Pilger auch ihr eigenes Werden, die eigenen Wurzeln und die Frage, an welchem Ort ihr Herz liegt, stellten.

Das EU-Projekt pausiert in Wien die Pilger kehren heim in ihre Gemeinden, um 2023 mit neuem Schwung die Pilgerreise fortzusetzen- dann von Wien nach Passau, von Österreich nach Deutschland.

 

Text und Bild Thomas Riediger

Martinusweg stößt auf großes Interesse - erfolgreiche Katholikentag

Drei Tage lang war die St. Martinusgemeinschaft mit einem Stand auf dem 102. Deutschen Katholikentag vertreten. Unzählige Gespräche führten die Ehrenamtlichen am Stand und stießen dabei auf viel Interesse. Blickfang war die Standfigur von Sankt Martin und dem Bettler.

Besonders begehrt waren neben der Faltkarte von Martinusweg und Meinradweg das Magazin "Der Pilger" mit Sonderseiten zum Martinusweg und unser Flyer "Samstagspilgern 2022".

Bereits am ersten Abend lockte das Podium "Vom Losgehen und Ankommen - was Pilger, Sportler und Wanderer auf ihrem Weg entdecken" über 100 Gäste in das Haus der Wirtschaft. Bischof Gebhard Fürst, Moderator und Wandermeister Manuel Andrack, Pilgerpastor Bernd Lohse und Ex-Biathlonweltmeisterin und Mentaltrainerin Simone Hauswald sorgten für spannende 90 Minuten. Konzipiert wurde das Podium von Achim Wicker und Constantin Weyrich.

Tabhita Drauz, Achim Wicker und Bernd Lohse standen auch tags darauf unter demselben Titel auf der Diözesanbühne Rede und Antwort.

Ein absolutes Highlight war die Sankt-Martins-Ralley tiptoi, welche zusammen mit Ravensburger Spiele entwickelt worden war. Als einer der Redakteure war Achim Wicker begeistert, wie gut die Spielstationen bei den Kindern ankamen.

Herzstück der St. Martinusgemeinschaft auf dem Katholikentag waren die drei Pilgertouren: "Hoffnung teilen - Pilgern für alle" mit Monika und Wolfgang Bucher, Barbara Gitzinger und Susanne Kroggel am Donnerstag, "Sehnsucht teilen - pilgern für dich" mit Pilgerpastor Bernd Lohse, Pfarrer Gerhard Bundschuh und Constantin Weyrich am Freitag, sowie "Den Weg teilen - Pilgern für Europa" mit Achim Wicker, Sabine Lux und Constantin Weyrich, sowie Gästen aus Ungarn, Serbien und Österreich am Samstag.

Am Ende von drei anstregenden Tagen waren alle Beteiligten erschöpft aber glücklich. Durch die ideale Lage am Schillerplatz bei der Präsentation der Diözese Rottenburg-Stuttgart, war unser Stand auf der Kirchenmeile mehr als gut besucht.

Der Dank gilt allen Helfer:innen an den Ständen und beim Pilgern.

Die Freunde aus Eisenstadt an unserem Stand                 Roxy und Gani besuchen uns

Der Martinsmantel auch mit Beiträgen vom Europäischen Martinusweg

"Pilger für Europa" mit Bischof Janos aus Szombathely, Bischof Laszlo aus Serbien und Domkapitular Roman Schwarz aus dem Burgenland / Österreich

Gut besuchtes Podium "Vom Losgehen und Ankommen" mit Bischof Fürst, Simone Hauswald, Manuel Andrack und Pastor Bernd Lohse

 

Pilgern für alle - barrierefrei                                     Pilgerpodium mit Tabitha Drauz. Pastor Bernd Lohse und Achim Wicker

Bei Kindern der Hit: die tiptoi-Sankt Martins Ralley       Inhaltsreich und begehrt: das Magazin "Der Pilger"

Text: Achim Wicker, Fotos: Monika Bucher, DRS Brandl, DRS Döpker und Achim Wicker

 

St. Martinusgemeinschaft auf dem Katholikentag

Mit einem attraktiven Programm präsentiert sich die St. Martinusgemeinschaft an drei Tagen auf dem 102. Deutschen Katholikentag in Stuttgart.

Besuchen Sie unseren Stand auf der Kirchenmeile auf dem Schillerplatz, direkt neben der Bühne der Diözese Rottenburg-Stuttgart oder eine unserer Veranstaltungen. Weitere Informationen dazu der Homepage des Katholikentags über Programmsuche zu den Stichworten "Pilgern" und "Martinusweg"

 Donnerstag, 26. Mai 2022

11:00 – 18:00 Uhr Stand „Martinuswege in Baden-Württemberg“ auf der Kirchenmeile auf dem Schillerplatz, Stand 6AS-10 (direkt neben dem Stand Pilgerwege in Baden-Württemberg)

11:00 – 18:00 Uhr St. Martins tip-toi Ralley,Schillerplatz

14:30 – 16:00 Uhr Hoffnung teilen – Mikropilgern für alleTreffpunkt: Domkirche St. Eberhard, Hauptportal, Königsstrasse 7

16:30 – 18:00 Uhr Podium „Vom Losgehen und Ankommen – was Pilger, Wanderer und Sportler auf ihrem Weg finden“,Haus der Wirtschaft, 2. OG, König-Karl-Halle, Willi-Bleicher-Str. 19

Gäste: Bischof Dr. Gebhard Fürst, Simone Hauswald, Ex-Biathletin, Bernd Lohse, Pilgerpastor aus Hamburg und Manuel Andrack, Wanderer und Moderator

 

Freitag, 27. Mai 2022

10:30 – 19:00 Uhr Stand „Martinuswege in Baden-Württemberg“ auf der Kirchenmeileauf dem Schillerplatz, Stand 6AS-10 (direkt neben dem Stand Pilgerwege in Baden-Württemberg)

10:30 – 18:00 Uhr St. Martins tip-toi Ralley,Schillerplatz

10:00 - 16:30 Uhr Sehnsucht teilen – pilgern für Dich, Treffpunkt: Domkirche St. Eberhard, Hauptportal, Königsstrasse 7, Gäste: Pastor Bernd Lohse, Hamburg

16:00 – 16:30 Uhr Podium „Vom Losgehen und   Ankommen   -Den Weg teilen Pilgern heute“, Schillerplatz, Diözesanbühne

Gäste: Bernd Lohse, Pilgerpastora Hamburg, Thabita Drautz, Pilgerin, Achim Wicker, Geschäftsführer der St. Martinusgemeinschaft e.V.

Samstag, 28. Mai 2022

auf dem Schillerplatz, Stand 6AS-10 (direkt neben dem Stand Pilgerwege in Baden-Württemberg)

 10:30 – 18:00 Uhr St. Martins tip-toi Ralley, Schillerplatz

 11:00 – 16:30 Uhr Den Weg teilen – Pilgern für Europa,Treffpunkt: Domkirche St. Eberhard, Hauptportal, Königsstrasse 7

Gäste: Bischof Janos Szekely, Szombathely / Ungarn, Domkapitular Roman Schwarz, Reinhilde und Karl Woditsch, Johann Artner, Eisenstadt / Österreich

Zwei Pilgertage auf dem Martinusweg anlässlich des 102. Katholikentages in Stuttgart - von Rottenburg nach St. Bonifatius in Böblingen

Wir trafen uns am 23. Mai 2022 um 9.30 Uhr in Rottenburg, wo wir dann erst einmal zum Bischofshaus gingen, denn unser Bischof Dr. Gebhard Fürst, spendete uns hier den Pilgersegen. Bevor wir starteten, stärkten wir uns zusammen mit dem Bischof und seiner persönlichen Referentin mit einem Milchhörnchen, welches der Bäcker auf unseren Wunsch so zusammengebacken hatte, dass wir es miteinander teilen konnten, wie es uns der Heilige Martin gelehrt hat.

Wir gingen dann den Martinusweg entlang über den Heuberg nach Wendelsheim. Das Wetter hat sich bis dahin noch zurückgehalten: Teils sonnig, dann wieder wolkig, ein paar Tropfen Regen, aber noch überschaubar. In Wendelsheim besuchten wir die Kath. Kirche St. Katharina. Nach einem Gebet sowie einem Lied verließen wir die Kirche und von nun an regnete es. Es ging nun hinauf zum Mörchensee, wo wir kurz unterm Schirm in Regenklamotten unser Mittagsvesper hielten. Hier war sehr dichter Wald, der den Regen etwas abhielt. Ein Glück hatte es bei uns nicht gewittert, denn wir waren im tiefsten Wald. Ein paar Kilometer weiter ist es mit Blitz und Donner stark hergegangen.

Als wir den Kreuzweg entlang bergab nach Oberndorf gingen, hörte es langsam mit regnen auf und die Sonne schien. In Poltringen machten wir noch einen Besuch in der St. Clemens-Kirche, bevor wir dann die letzte Etappe im Sonnenschein nach Altingen starteten. Zurück ging es mit dem Bus nach Rottenburg.

Der zweite Tag war Treffpunkt an der S-Bahnstation in Herrenberg und führte uns über die schöne Altstadt hinauf auf den Schlossberg zum "Roten Meer". An der alten Martinseiche und die 2017 neu gepflanzte Martinseiche steht eine Gedenktafel und erklärt die historischen Hintergründe der Namensgeber des jungen Baumes, Martin Luther und Martin von Tours. Die Martinseiche steht am Martinusweg dem wir nun weiter bis nach Böblingen folgten. Am Waldfriedhof in Böblingen wurden wir von Dekanatsreferent Wolfgang Hensel und Christina Görg mit dem Auto abgeholt. Nach einer Erfrischung in den Räumlichkeiten der Betriebsseelsorge neben der Kirche St. St. Bonifatius belgeitete Wolfgang Hensel unsere Gruppe in die Kirche zur Schlussandacht, die mit Herrn Hensel und Frau Bucher gestaltet wurde. Geist und Seele waren nun gestärkt - mit einem leckeren Essen wurden diese Pilgertage abgerundet und es konnten alle Pilger wohlbehalten ihre Heimreise antreten.

           

Text Susanne Kroggel und Monika Bucher, Bild Susanne Kroggel

 

Der Europäische Kongress der Kulturzentren St. Martin tagte in Belgien

Teilnehmer aus zehn Ländern trafen sich im belgischen Beveren zur jährlichen Vollversammlung der Europäischen Kulturzentren St. Martin. Unsere Martinusgemeinschaft wurde durch vertreten von Monika Bucher Vorsitzenden, Achim Wicker Geschäftsführer und dem Geistlichen Begleiter Pfarrer Gerhard Bundschuh.                                                       

Trotz Coronapandemie verlief das Jahr für die euroäischen Martinuswege und Kulturzentren durchaus erfolgreich. Höhepunkt war dabei die erfolgreiche Rezertifizierung als Kulturroute des Europarates für weitere fünf Jahre. Mit der Region Friaul in Italien und Polen wurden zwei weitere Kulturzentren als 15. und 16. Mitglied aufgenommen, hieß es während der Versammlung im Rückblick.

Gemeinsam entwickeln die Kulturzentren über Ländergrenzen hinweg Martinuswege weiter und fördern das Gedenken und Handeln im Sinne des Martin von Tours. Dabei wurde bei dem Treffen in Belgien ein Integrationsprojekt besichtigt, bei dem Bewohner von Beveren gemeinsam mit Flüchtlingen Gemüse anbauen und ernten. Eine kurze Pilgeretappe auf dem neuen Martinusweg von Bergen op zoom nach Menen schloss sich an.

 Text und Bild Achim Wicker

Pilgern für den Frieden

Wir beginnen mit Gebeten für den Frieden in der Kapelle in Arlach, die wunderschön von der Frau Blanz hergerichtet war.

In Tannheim wurden wir mit Glockenklang empfangen. Nach entzünden einer Kerze für den Frieden und einer kleinen Andacht war unser nächstes Ziel Berkheim.

Auch dort entzündeten wir wieder eine Kerze und beteten für den Frieden auf der Welt und mit dem Wunsch, dass der hl. Martinus uns schützt und den Mantel als Schutzschild über uns hält.

Nach der Andacht, wurde uns als Überraschung im Kirchengemeindehaus wieder von der Bäckerei Huber ein Imbiss serviert auf Spendenbasis für die Not in der Ukraine, es kamen 92,- Euro zusammen.

Möchte auf diesem Weg tausend Dank sagen. Es ist einfach schön, wenn es Menschen gibt die sich Gedanken über Menschen in Not machen.

Wir gehen weiter auf unsere nächste Etappe nach Bonlanden.

Bei der Ankunft im Kloster Bonlanden, wurden wir durch die Schwestern empfangen. Pater Johannes von der Seelsorgeeinheit Rot/Illertal beendete unseren Pilgertag mit einer Hl. Messe die mit Orgelmusik und dem Segen für den Frieden endete.

Danke nochmals für alle die sich daran beteiligt und mitgeholfen haben.

Nach dem Verabschieden der Pilger ging es für mich weiter nach Erolzheim zur Frohbergkapelle, wo ich eine Übernachtung gebucht hatte um am nächsten Tag weiter nach Ochsenhausen zu pilgern. Am anderen Morgen dem 1. Mai oben in der Eremitage, wurde mir von Hildegard, einem Mitglied der Frohbergkapelle ein Frühstück gespendet. Danach ging es weiter Richtung Ochsenhausen, meiner zweiten Etappe. Ein wunderschöner Morgen begrüßte mich und ein Nebelgürtel begleitete mich in der ersten Stunde. Das Licht der Sonne drängte den Nebel zurück und die Natur erwachte durch die Sonnenstrahlen, die den Tag erwärmten. Unzählige Vögel hoch in den Bäumen und Sträuchern sangen mir Lieder und man kommt dabei nicht aus dem Staunen heraus. Kurz vor der Dietbruckmühle die ja bekannt ist durch den Martinusweg, begegnete ich dem Mühlenbesitzer und er erzählte mir Geschichten auf dem Martinusweg. Beim weiter gehen begegnete ich wieder einer Frau die auch über das Pilgern und dem Pilgerweg erzählte und glücklich ist, diesen Weg zu kennen und auch dort pilgern zu können. Eine Stunde später in Laubach hatte ich wieder eine schöne Begegnung im Gespräch mit einer Frau, die auch den Martinusweg kennt und ihn schon gegangen ist. Mit dem Besuch in der Pfarrkirche „Mariä Opferung“ ging es weiter nach Ochsenhausen. Es ist einfach ein Geschenk, solche Pilgertage zu erleben. Gegen Mittag hatte war mein Ziel, die Basilika St. Georg erreicht, und mit einem Besuch und Gebet zum Hl. Martinus beendete.

Bericht und Bild Rudolf Link

 

Auf dem Weg zu Ostern - Samstagilgern in Neckarsulm

Mit einem Pilgerangebot hat sich das Dekanat Heilbronn-Neckarsulm auf die Feiertage vorbereitet. Sie möchte sich auf Ostern einstimmen, sagt Emilie Gritsch. Daher macht sich die Oedheimerin mit einer kleinen Gruppe beim Samstagspilgern des Dekanats Heilbronn-Neckarsulm von Neckarsulm nach Erlenbach auf den Weg. Bevor es auf den etwa vier Kilometer langen Abschnitt des Martinuswegs ging, nahm Thomas Ochs die Gruppe ausgehend von den Katholischen Fachschulen St. Martin zu drei weiteren Stationen des Osterwegs in Neckarsulm und zum Martinsrelief in der Stadtmauer mit. Der Osterweg werde gut angenommen, wie der Leiter der Fachschulen erklärt. Ochs berichtet von Grundschulklassen und Kindergartengruppen, die an Führungen teilgenommen haben.
Bei kurzen Impulsen an den Stationen und bei der Abschlussandacht in der Kirche St. Martinus in Erlenbach mit Dekanatsreferent Michael Dieterle beteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den Frieden. Pfarrer Walter Ruoß sprach ihnen den Segen zu.

Text und Foto: Guzy, DRS

 

Bericht vom Pilgertag am 9.4.2022 von Ludwigsburg nach Stuttgart

17 Pilger trafen sich vor dem Bahnhof in Ludwigsburg und machten sich nach der Begrüßung durch Rita Schwab mit einem Impuls vom geistlichen Begleiter Diakon Albert Wild auf dem Weg nach Stuttgart. Der Weg führte uns an der Karlshöhe in Ludwigsburg vorbei, in der die Barmherzigkeit gelebt wird, zur Martinskirche nach Kornwestheim. Vor der Kirche war der Brunnen österlich und sehr festlich geschmückt. Alexander Schwab erläuterte kurz die Geschichte dieser evangelischen Martinskirche. Dann pilgerten wir weiter zur Johanneskirche. Zufällig kam der Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderats vorbei und zeigte uns das Kircheninnere, das sehr modern ausgestattet ist. Danach ging es weiter zur neuzeitlichen katholischen St. Martinuskirche, in der jeder ein Stempel für den Martinuspilgerweg für seinen Pilgerausweis erhalten konnte. Im Gemeindesaal begrüßte uns Rita Schwab und versorgte uns mit Kaffee und süßem Gebäck. Alexander Schwab zeigte den Pilgern den Einschubschild mit dem Martinuszeichen unter dem Wegweiser „Martinusweg“ neben der Kirche. Vorbei am ökumenischen Thomashaus, an dem wir kurz Rast machten und dem Wegkreuz kamen wir über die Felder nach Hofen zur Kirche St. Barbara. Nach kurzer Rast und Erläuterungen von Alexander Schwab zur Kirchengeschichte und dem Impuls von Diakon Wild ging es weiter am Neckar entlang über den Schloßgarten zum Schlossplatz mit dem Abschlusssegen für die Pilger. Ein Teil der Pilger besuchte zum Abschluss den Abendgottesdienst in der Domkirche St. Eberhard.

 

Text und Bild Otto Abele

 

Europaverbindendes Pilgern der KAB

Der KAB-Diözesanverband lädt vom 29. Mai bis zum 9. Juni zum europaverbindenden Pilgern auf dem Martinusweg von Szombathely bis Wien ein.

Die erste Etappe führt im Mai und Juni 2022 vom ungarischen Szombathely bis nach Wien in Österreich. Folgen Sie in einer multinationalen Pilgergruppe dem Weg, den der Heilige Martin – der „erste Europäer“ – gegangen ist.

Erleben sie in internationalen Begegnungen vor Ort, was das moderne Europa zu dem macht, das wir heute gemeinschaftlich leben. 2024 schließt sich die zweite Etappe an: Dann geht es von Wien nach Passau. Die Pilger, die von Deutschland anreisen, starten am 29. Mai mit dem Nachtzug, der Weg zu Fuß beginnt am 31. Mai im ungarischen Szombathely, diese erste Etappe endet am 9. Juni in Wien (Österreich). Von dort fahren die deutschen Teilnehmenden zurück. Es ist auch möglich, nur an einzelnen Tagen mitzupilgern. Wer möchte, kann diese Etappe mit einem vorherigen Aufenthalt in Budapest oder einem anschließenden Aufenthalt in Wien kombinieren (nicht in den Kosten für das Pilgern enthalten). Die Teilnehmenden sind zugleich religiöse Pilger und weltliche Reisende, in jedem Fall lernende Entdecker der europäischen kulturellen Vielfalt. Deshalb fördert die Europäische Union dieses Projekt. Die Katholischen Soziallehre wird unterwegs erlebbar.

Die Pilgerreise hat das Ziel, zu zeigen, dass Anerkennung und Respekt für den Einzelnen innerhalb einer Gemeinschaft von Vielen gelebte Stärke der Europäischen Gemeinschaft ist. Die KAB Rottenburg-Stuttgart koordiniert das internationale Projekt, das gemeinsam mit der KAB Österreich, der KAB Wien, der Diözese Eisenstadt im Burgenland, den Kommunen Köszeg (Ungarn) und Vaihingen/Enz sowie der kroatischen Gemeinschaft Kópháza in Ungarn durchgeführt wird.

Das Projekt „Martinusweg 2022 – Europa heute und damals“ wird von der Europäischen Union im Rahmen von ERASMUS+ in der Erwachsenenbildung gefördert. Es ist daher explizit auf Teilhabe ausgelegt, es soll Europäern ermöglichen, Europa lebendig zu erfahren. Ein Teilnehmendenbeitrag wird erhoben, kann aber dank der EU-Förderung nach der Endabrechnung zu Teilen wieder an die Teilnehmenden zurückerstattet werden.

Die Höhe des Teilnehmendenbeitrag richtet sich nach dem Startort: Für diejenigen, die die gesamte Strecke inklusive Vorprogramm mitmachen, gilt: 800 Euro für Teilnehmende aus Deutschland, 650 Euro für Teilnehmende aus Österreich, 500 Euro für Teilnehmende aus Ungarn.

Weitere Informationen zur Pilgerreise auf den Spuren des Heiligen Martin gibt es auf der Internetseite der KAB.
Anmeldeschluss ist der 15. April 2022.

Gehen und Beten für die Menschen in der Ukraine

Die St. Martinusgemeinschaft e.V. verurteilt die militärischen Angriffe aus Russland auf ukrainische Städte als unerträglichen Bruch des Völkerrechts. Mitte in Europa bricht Präsident Putin ein Krieg vom Zaun, der mit nichts zu rechtfertigen ist und unsägliches Leid über die Menschen in der Ukraine bringt.

Die St. Martinusgemeinschaft lädt dazu ein, die Menschen in der Ukraine mit ins persönliche Gebet zu nehmen oder für sie zu gehen. Als Pilger:innen  können wir im Rahmen unserer Aktion "Für wen gehst Du?" ganz bewußt für die Menschen in der Ukraine und den Frieden gehen und pilgern. Nehmen Sie die Menschen in den kommenden Tag mit auf ihren Pilgerweg und in ihr Gebet.

Die Karten können im Shop der Diözese kostenlos bestellt werden: Shop

 Karten mit Gebet zum download: Karte Fahne und Karte Taube

 Weitere Informationen zu "Für wen gehst Du?" finden Sie hier: Für wen gehst Du?

Neuer Flyer Samstagspilgern erschienen

Bereits im siebten Jahr erscheint der Flyer "Immer wieder samstags - Pilgern auf dem Martinusweg in Baden-Württemberg und der europäischen Mittelroute". Neben dem traditionellen "Samstagspilgern" gibt es in diesem Jahr auch drei Pilgerangebote auf dem Katholikentag und Pilgern in drei Tagen zum Katholikentag.

Start ist am 9. April 2022 mit einem Pilgervormittag zur Einstimmung auf Ostern von Neckarsulm nach Erlenbach. Das Pilgerjahr beschließt eine Pilgerwanderung von Besigheim auf den Michaelsberg mit Pilgergästen aus dem Burgenland / Österreich. Dazwischen laden viele Pilgertage, manche auch mit dem Fahrrad, von Hohenlohe bis zum Allgäu und vom Bodensee bis nach Heilbronn ein zum Pilgern.

Ein Auftaktpilgern auf dem bayerischen Martinusweg "Pilgerwanderung am Lech" findet am 14. Mai 2022 von Kaufering nach Pitzling statt.

Am 3. Juli 2022 findet zum Abschluss des "Jahres der Familie 2021-2022" ein Familienpilgertag in Langenargen statt und am 30. Juli 2022 lädt das Dekanat Böblingen zum Pilgertag "Begegnung wagen" mit Bischof Dr. Gebhard Fürst ein.

Einen Pilgerreise auf dem europäischen Martinusweg führt in diesem Jahr nach Österreich. In fünf Tagesetappen geht es von Krems an der Donau nach Maria Taferl.

Den Flyer zum download gibt es hier: download

Bei der Expedition der Diözese Rottenburg-Stuttgart kann der Flyer kostenlos bestellt werden: Bestellung

 

Pilgerreise auf dem Europäischen Martinusweg im Juni

Die St. Martinusgemeinschaft bietet vom 20.- 25. Juni 2022 eine Fußpilgerreise auf dem Europäischen Martinusweg in Österreich an. Zuß Fuß geht es in vier Tagesetappe von 12 - 21 km Länge von Krems an der Donau durch den Dunkelsteiner Wald und Stift Melk nach Maria Taferl. Gepilgert wird mit Tagesrucksack.

Begleitet wird die Fahrt von Pfarrer Gerhard Bundschuh und Geschäftsführer Achim Wicker, sowie Christian Baumgartner, Pilgerbegleiter Diözese St. Pölten.

Die Ausschreibung zur Reise finden Sie hier: Ausschreibung

 

Neuer Vorstand von Bischof Fürst bestätigt

Vor kurzem hat Bischof Dr. Gebhard Fürst den Vorstand der St. Martinusgemeinschaft bestätigt. Bei der Vollversammlung wurden Monika Bucher, Rohrdorf, (Vorsitzende) und Constantin Weyrich, Freudental, (Stellv. Vorsitzender) von den Mitgliedern mit großer Mehrheit wiedergewählt. Neu im Vorstand ist Susanne Kroggel aus Balingen. 

Zum Kassenführer wurde Peter Silberzahn aus Horb gewählt, zu Kassenprüfern Otto Abele aus Löchgau und Martin Borgmeyer aus Heilbronn. Geschäftsführer Achim Wicker und Geistlicher Beirat Pfarrer Gerhard Bundschuh kompletieren den Vorstand.

Verabschiedet wurden Josef Albrecht, der seit 2012 dem Vorstand angehört hat und wesentlich für die Entstehung des Martinusweges in der Diözese Rottenburg-Stuttgart verantwortlich war und Andreas Nick, der viele Jahre als Vorstand und davor als Fachmann für das Thema IT in der St. Martinusgemeinschaft tätig war.
Die St. Martinusgemeinschaft wurde 2012 als kirchlicher Verein gegründet und engagiert sich in der Pflege, Belebung und Weiterentwicklung des Martinusweges in der Diözese und in ganz Deutschland.

von links nach rechts: Peter Silberzahn, Otto Abele, Josef Albrecht, Susanne Kroggel, Monika Bucher, Constantin Weyrich, Martin Borgmeyer, Andreas Nick und Achim Wicker.

Foto: Stephan Wiltsche, Text: Achim Wicker

 

Pilgern zum Katholikentag in Stuttgart - jetzt anmelden

Im Mai findet in Stuttgart der 102. Deutsche Katholikentag statt. Die St. Martinusgemeinschaft bietet nicht nur Pilgerangebote auf dem Katholikentag an, sondern auch Pilgern zum Katholikentag. Start ist am Montag, 23. Mai 2022 mit dem Pilgersegen im Rottenburger Dom St. Martin. In drei Tagesetappen geht es dann über Herrenberg und Sindelfingen nach Suttgart, wo der Schloßplatz rechtzeitig zur Eröffnung erreicht wird.

Angeboten wird das Pilgern zum Katholikentag in zwei Geschindigkeiten, damit möglichst viele daran teilnehmen können.

Weitere Informationen: Informationsflyer und Anmeldebogen.

Foto: Schlossplatz in Stuttgart, DRS

 

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