Der Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Aktuelles

Martinusmantel für Europa

Mit dreizehn Kulturzentren St. Martin in elf Ländern hat die St. Martinusgemeinschaft ein Stück des weltgrößten Martinsmantel vom 102. Deutschen Katholikentag geteilt.

Einige dieser „Martinsmantel-Stücke“ hat die Martinusgesellschaft nach Ungarn, Österreich, Luxemburg, Belgien, Frankreich, Slowenien, Kroatien, Italien, Slowakei, Polen und in die Niederlande geschickt. Genauer gesagt gingen sie an die dortigen Kulturzentren, die für ihren Teil des Martinusweges – ein europäischer Kultur- und Pilgerweg – zuständig sind und sich bemühen, das Gedenken an den Heiligen Martin zu bewahren. Durch die Mantelteile solle eine Brücke zwischen den Ländern entstehen, so Achim Wicker, Geschäftsführer der St. Martinusgesellschaft.

Fotos mit Landesfahne und Mantelstück kamen aus Ungarn, Österreich, den Niederlanden, Belgien und der Slowakei zurück.

Einen ausführlichen Artikel zur Aktion finden Sie auf drs.de

Text: Angelika Witczak, DRS, Foto: Szombathely, Brenner Gymnasium

 

Martinusmedaille für Monika Bucher

Am 13. November wurde Monika Bucher, Vorsitzende der St. Martinusgemeinschaft e.V. von Bischof Dr. Gebhard Fürst die Martinusmedaille der Diözese Rottenburg-Stuttgart verliehen. Gemeinsam mit acht weiteren Männer und Frauen konnte Monika Bucher die Ehrung im Foyer des Bischöglichen Ordinariats in Empfang nehmen.

Bischof Fürst würdigte das außerordentliche Engagement von Monika Bucher für die St. Martinusgemeinschaft, deren Vorsitzende sie seit der Gründung im Jahr 2022 ist. Er hob dabei insbesondere ihren Einsatz für die Mitglieder, aber auch im Bereich der Pilgerangebote hervor. Unzählige Arbeitsstunden hat Monika Bucher in den vergangen zehn Jahren in die St. Martinusgemeinschaft und den Martinusweg investiert.

Wir freuen uns mit unserer Vorsitzenden über diese hohe Auszeichnung.

Bischof Fürst überreicht Monika Bucher die Martinusmedaille.

Weiter zur Pressemeldung der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Text: Achim Wicker, Foto: DRS, Jochen Wiedemann

 

53.000 Lichtertüten verbreiten zu Sankt Martin Freude

Unter dem Motto „Licht teilen“ steht die diesjährige Lichtertütenaktion der St. Martinusgemeinschaft.

Die 53.000 bedruckten Lichtertüten mit dem Motiv von Sankt Martin auf Augenhöhe mit dem Bettler waren in diesem Jahr besonders schnell vergriffen. Kinder und ihre Familien sind eingeladen jeweils zwei der Tüten zu bemalen und eine davon an jemand anderen weiterzugeben. So wird „Licht teilen“ auch zu „Freude teilen“.


Zwei der letzten Lichtertüten konnten Achim Wicker, Geschäftsführer der St. Martinusgemeinschaft, Vorstandsmitglied Susanne Kroggel und Pfarrer Serge-Faustin Yomi an Bischof Gebhard Fürst überreichen.

Bischof Gebhard Fürst freut sich besonders darüber, dass so die Botschaft von Sankt Martin am Martinstag in 53.000 Haushalte kommt und so vielen Menschen eine Freude bereiten wird.

Text Achim Wicker, Foto:Angelika Witczak, DRS

 

 

Pilgertag mit Pilgern aus Ungarn, Österreich und Frankreich

- Den Weg und das Leben teilen -

Einen mehr als gelungenen Abschluss der Pilgersaison feierte die St. Martinusgemeinschaft am vergangenen Samstag mit einem Pilgertag von Besigheim auf den Michaelsberg bei Cleebronn.

Stolze 41 Pilger und Pilgerhund Luna konnte Geschäftsführer Achim Wicker zum Start in der St. Cyriakuskirche in Besigheim unter dem Motto „Den Weg und das Leben teilen“ begrüßen. Mit dabei waren Pilgerfreunde der St. Martinusgemeinschaft Eisenstadt aus dem Burgenland in Österreich mit ihrem geistlichen Leiter Domvikar Roman Schwarz und dem Vorstand Karl Woditsch, sowie Teilnehmer aus der ungarischen Kirchengemeinde Sankt Gellert in Stuttgart und Gäste aus Frankreich.So wurde aus dem Pilgertag auch ein „Pilgern für Europa“, das wieder einmal aufzeigte, wie stark die Vernetzungen auf dem Martinusweg mittlerweile sind. Durch die Teilnehmerinnen wurde seine ganze Strecke vom Geburtsort in Szombathely, Ungarn bis nach Tours in Frankreich repräsentiert.

Geistliche gestaltet wurde der Tag von Susanne Kroggel, Pfarrer Gerhard Bundschuh und Constantin Weyrich mit Statios in Besigheim, am jüdischen Friedhof in Freudental und unterhalb des Michaelsbergs.

Beim Abschlussgottesdienst, den Pfarrer Gerhard Bundschuh gemeinsam mit Prälat Werner Redies zelebrierte, ging er verstärkt auf das Thema „Leben teilen ein“.

Warum hat Martin dem Bettler einen Mantel gegeben und nicht eine Herberge wie der Barmherzige Samariter? Was bedeutet Teilen heute für uns ganz konkret? Was und wie viel können wir abgeben, damit die Welt eine gerechtere wird? Pfarrer Bundschuh forderte jeden auf sich dazu ganz persönlich Gedanken zu machen, und so dazu beizutragen, diese Welt für Menschen in der Ukraine, in Afrika und auch hierzulande besser und gerechter zu machen: „Schon früh hast du das Wort gehört, das dich zu Christi Dienst entbot. Der Liebe schenkt und Liebe lehrt, gewann dein Herz für fremde Not“.

Mit dem Sankt Martinslied der Diözese Rottenburg-Stuttgart endete ein Pilgertag, der viele der Teilnehmer nicht nur körperlich bewegt hat.

Die Teilnehmer auf dem Michaelsberg

Der letzte Anstieg - Stufe für Stufe nach 16 Kilometer

Fotos und Text: Achim Wicker

 

Martinusweg auf Pilgerforum in Nürnberg präsent

Das süddeutsche zweite Pilgerforum am 15.10.2022 in Nürnberg nach 2019 war trotz leichtem Regen gut besucht. Den Auftakt machte ein gemeinsamer Gottesdienst mit Berichten von drei PilgerInnen auf dem Jakobsweg mit eindrücklichen Erlebnissen beim ersten Pilgern.

Der Pilgerpastor Bernd Lohse aus Hamburg berichtete vom Pilgern auf dem Olavsweg. Alexander Schwab und Otto Abele vertraten die St. Martinus-Gemeinschaft e.V. auf diesem Pilgerforum rund um die Jakobskirche.

Im Kirchgarten wurde zusammen mit dem Jakobsweg, der Franziskusweg und der Martinusweg vorgestellt. Die BesucherInnen des Forums informierten sich am Stand der Martinusgemeinschaft über den Martinusweg. Viele hatten noch nichts von diesem Pilgerweg gehört und interessierten sich besonders für den Verlauf des Martinusweges in Bayern mit dem Ziel, ein Teilstück des Martinusweges zu erwandern.

Anhand der mitgebrachten Flyer konnten den BesucherInnen anschaulich die gesamte Mittelroute des Martinuspilgerweges sowie das bayerische und württembergische Teilstück des Pilgerweges gezeigt werden.

Das Pilgerland Baden-Württemberg mit den Jakobswegen, den Martinuswegen, dem Hugenotten- und Waldenserpfad, dem Oberschwäbischen Pilgerweg, dem Meinradweg, dem Frauenpilgerweg „Pilger.Schön“ sowie den Ulrikaweg wurde den PilgerInnen vorgestellt. Viele der BesucherInnen des Forums waren schon auf dem Jakobsweg gepilgert und kannten nur ein wochenlanges Pilgern. Die Alternativen mit Samstagspilgern oder die Möglichkeiten einer kurzen Pilgerreise bzw. kurzen Auszeit auf dem Martinusweg insbesondere für Werktätige wurden ihnen erläutert.

Interessante Themen bei verschiedenen Vortragsreihen bereicherten das Pilgerforum wie z.B. „Pilgern mit dem Smartphone“, „Pilgern mit Trauernden“ und „Spiritualität beim Pilgern“ . Zwischen den Ausstellern gab es interessante Fachgespräche und einen guten Austausch.

Zum Schluss des Pilgerforums wurde beim Abschlussgottesdienst Pfarrer Dr. Gußmann von seiner Pilger-Pfarrstelle feierlich verabschiedet. Ausblick:

Das nächste Pilgerforum ist für den 14.10.2023 geplant.

Alexander Schwab vor unserem Pilgerstand.

Text und Foto: Otto Abele

Martinusweg in der Diözese Augsburg eröffnet

Mit einem feierlichen Pontifikalgottesdienst in der Kaufbeurer Pfarrkirche St. Martin wurde am vergangen Sonntag der Martinusweg „Via Sancti Martini“ in der Diözese Augsburg von Diözesanbischof Bertram Maier und Weihbischof Matthäus Karrer feierlich eröffnet.

Vorausgegangen war der Auftakt in der Wärmestube der SKM, wo sich die Bischöfe über die Arbeit informierten. Orte des Teilens, wie die SKM, wo noch heute Ehren- und Hauptamtliche im Geiste des heiligen Martins für Menschen in Not da sind, sind ein Kennzeichen des Martinusweges.

Im Gottesdienst sagte Bischof Bertram Maier: Martin ist Jesus persönlich begegnet. In der Gestalt des Bettlers, mit dem er seinen Mantel geteilt hat, teilt er ihn mit Jesus: „Was ihr einem meiner geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.“ In seiner Predigt ging Weihbischof Matthäus Karrer auf die Bedeutung des heiligen Martin und des Martinusweges ein. Pilgern auf dem Martinusweg, so Karrer, gehe nicht ohne Zuwendung zu den Menschen und Sorge für die, die weniger haben. Er hob aber auch Martin als ein Brückenbauer in Europa hervor, der es geschafft Menschen und zu verbinden. Bereits seit 2005 sei der Martinusweg ein anerkannter Europäischer Kulturweg, der mittlerweile 13 Länder in Ost, West-, Süd und Mitteleuropa verbindet.

Am Ende seiner Predigt überreichte er Bischof Bertram einen Pilgerstab mit dem Zeichen des Martinusweges am oberen Ende, verbunden mit dem Anliegen auch künftig gemeinsam für die Sache des heiligen Martin und des Martinusweges einzustehen.  Für ihn, so Bischof Bertram Maier, sei dieser Pilgerstab künftig nicht nur ein Stab zum Pilgern, sondern, auch um zu symbolisieren, dass er gemeinsam mit den Gläubigen seiner Diözese unterwegs sei. Er wolle, so der Bischof, in Zukunft, immer mal wieder diesen Pilgerstab gegen seinen Bischofsstab eintauschen. 

Bei den Fürbitten brachen Vertreter verschiedener Organisationen mit ihren Bitten Symbole zum Alter. Monika Bucher, Vorsitzende der St. Martinusgemeinschaft sprach eine Bitte für alle Engagierten und Pilger auf dem Martinusweg aus. 

Achim Wicker, Geschäftsführer der St. Martinusgemeinschaft, brachte in seinem Grußwort die große Freude zum Ausdruck, dass nun mit dem Martinusweg in der Diözese Augsburg eine der letzten verbliebenen Lücken im Wegnetz von Szombathely in Ungarn nach Tours in Frankreich geschlossen worden sei. Er bedankte sich bei allen, die in den vergangenen Jahren maßgeblich zum Entstehen des Weges beigetragen haben. Er überreicht an Bischof Bertram Maier ein Stück des weltgrößten Martinusmantels, der anlässlich des 102. Deutschen Katholikentags in Stuttgart, entstanden war mit dem Angebot, sich auch künftig gemeinsam den „Weg zu teilen“ um die Botschaft des heiligen Martin und seinen Weg zu gestalten. Nach dem Gottesdienst lud die Kirchengemeinde St. Martin zu einer Begegnung auf dem Kirchhof ein.

Die Martinskipferl, das traditionelle Gebäck des Martinusweges, welches die St. Martinusgemeinschaft zu diesem Anlass mitgebracht hatte, wurde dabei gerne geteilt.

Einen ausführlichen Artikel auf der Homepage der Diözese Augsburg finden Sie hier:

Artikel Diözese Augsburg

Bericht Diözese Rottenburg-Stuttgart

Text: Achim Wicker, Fotos: Hermann Franze

 

Wenn Pilger das Leben verändert - Alpha & Omega TV

Eigentlich läuft man doch nur auf einem Pilgerweg. Aber es kommt immer wieder vor, dass Menschen ihr Leben nach dem Pilgern auf den Kopf stellen. Das ging Katja Härle so, gebürtig aus Ellwangen – sie hat sich danach beruflich neu aufgestellt – und auch Cornelia Maier aus Eislingen – sie hat privat einiges verändert.
Wie ihnen das Pilgern geholfen hat, wichtige Entscheidungen fürs Leben zu treffen, darüber spricht Moderatorin Caroline Haro-Gnändinger in der nächsten Ausgabe von "Alpha & Omega – Kirche im Gespräch".

Außerdem geht es um besondere Pilgerrouten in Baden-Württemberg und weshalb eine Pilgerin aus dem Schwäbischen mit knapp 80 Jahren zum ersten Mal auf dem Jakobsweg gepilgert ist.
Moderation/Redaktion: Caroline Haro-Gnändinger

Weitere Informationen zur Sendung und zu den Frequenzen finden Sie hier: Sendung Pilgern

Text und Foto: Kip TV

 

Lichteraktion "Licht teilen - 2022"

-ALLE LICHTERTÜTEN SIND AUSGELIEFERT! BITTE NICHT MEHR BESTELLEN-

Liebe Kinder und Familien,

dieses Jahr wird St. Martin wieder ganz besonders! Wir hoffen, dass es viele Martinsumzüge geben wird. Zusätzlich wollen wir wie im letzten Jahr zu einer ganz besonderen Aktion einladen: gemeinsam ein Licht zu teilen und so anderen Menschen eine Freude zu machen.

Dafür gibt es kostenlose Lichtertüten mit einem Bild von St. Martin. Die Lichtertüten können Kitas, Schulen, Seelsorgeeinheiten kostenfrei bestellen unter

https://expedition-drs.de/produkt/lichtertueten-zu-st-martin/

Weitere Informationen unter "Aktion Licht teilen".

Motiv der Lichertüten 2022: Christian und Karin Wicker

Text und Foto: Achim Wicker

 

Klausur des Vorstands in Worms

Zwei Tage verbracht der Vorstand der St. Martinusgemeinschaft auf seiner Klausurtagung im Dominikanerkloster in Worms. Neben einem Rückblick auf den Katholikentag und die Vollversammlung wurde dabei bereits wieder das Jahr 2023 in Blick genommen.

Ein Treffen gab es mit Domprobst Tobias Schäfer und Dekanatsreferentin Carolin Bollinger. Dabei ging es vor allem um die Gestaltung des Martinusweges in Worms und die anstehende Diözesanwallfahrt 2023, die ebenfalls Station in Worms machen wird. Eine bemerkenswerte Domführung mit Domprobst Tobias Schäfer und die Besichtigung der Martinskirche schloss die Klausur ab.

Der erweiterte Vorstand mit Dekanatsreferntin Carolin Bollinger

Text und Foto: Achim Wicker

 

Pilgertag mit Bischof Fürst im Dekanat Böblingen

Gemeinsam unterwegs sein und ins Gespräch kommen. Unter dem Motto „Begegnung wagen“ machten sich eine Gruppe von ca 30 Frauen und Männer, darunter auch Dekan Anton Feil, der Böblinger Landrat Roland Bernhard und der 1. Beigeordnete der Stadt Weil der Stadt, Jürgen Katz, gemeinsam mit Bischof Dr. Gebhard Fürst im Dekanat Böblingen auf den Weg. Der Weg führte von der Kirche St. Leonhard in Dätzingen über Stationen an der evangelischen Cyriakus-Kirche in Schafhausen, den Vereinsremisen und dem Seniorenzentrum „Bürgerheim“ nach Weil der Stadt. An jeder Station gab es einen Bild-, Text- und Liedimpuls. Die Bilder zeigten Werkstücke, die Schüler*innen der Weil der Städter Peter-Härtling-Schule angefertigt haben. Sie beteiligten sich mit diesen Stoffteilen an der Aktion „Mantel teilen“ des im Mai stattgefundenen Katholikentags in Stuttgart. Wir wollen teilen wie Martin. Aber nicht nur einen wärmenden Mantel, sondern auch Freude, Zeit, Freundschaft, Liebe und Hoffnung brauchen Menschen. Beeindruckend war für viele vor allem die Begegnung im neubezogenen Seniorenzentrum. Wir durften unsere Station in der Hauskapelle abhalten und haben dort durch den Sozialdienstleiter, Herr Danilo Walter, viel über die Arbeit der Kepplerstiftung erfahren.

Im gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul griff der Bischof die Gedanken der Stationen noch einmal auf und legte seine Überlegungen zum Heiligen Martin aus Tour noch dazu. Mitgestaltet wurde die Feier vom Kirchenchor der Gemeinde. Ein würdiger und feierlicher Abschluss des Tages, bei dem auch viele „Nichtpilger“ mitfeierten.

Gesellig ging der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen im katholischen Gemeindehaus St. Augustinus zu Ende. Alle waren sich einig: das war ein rundum gelungener Tag mit vielen wunderbaren Begegnungen!

 

Text und Bilder Macra Joha

Schnupperpilgern

Wenn der Blick weit wird wie das Herz im Einklang mit der Umgebung und mit sich selbst, wenn das Atmen leicht fällt und die Füße sich selbstständig machen, dann hat das Pilgern gut getan!

Zu einer besinnlichen und heiteren Wanderung durch die Weinberge Horrheims hinauf zur Klosterruine und hinunter ins Dorf hatten Andrea Jakoby und Albert Wild am 30. Juli eingeladen. Das Pilgern auf Martinswegen und anderen erbaulichen Pfaden liegt beiden sehr am Herzen und so wollten sie noch mehr Begeisterte dafür gewinnen. Das ist geglückt!

Das Wetter war wie bestellt: sonnig aber nicht zu heiß, umweht von einem frischen Lüftchen oder im kühlen Schatten des Waldes - es war weniger schweißtreibend als befürchtet. Das Tempo eher gemächlich mit viel Muße zum Verschnaufen, zum Austausch und zur Besinnung. Andrea Jakoby moderierte den Weg routiniert und fand den goldrichtigen Puls für die etwa 14 Personen starke ökumenische Schar. Diakon Albert Wild ergänzte mit spirituellen Impulsen und stärkte mit wohlklingenden liturgischen Gesängen die meditative Stimmung der Pilgerschar, die aus den umliegenden Orten Rosswag, Nussdorf, Gündelbach, Sersheim und Horrheim zum gemeinsamen Pilgern gefunden hatte. Den Atem der Geschichte konnte man förmlich spüren in der Verbindung der abgeschiedenen Klostermauern auf dem Baiselberg zu der frühgotischen Clemenskirche unten im Dorf, dem sehenswerten Kleinod. Als die nun doch müde gewordene Pilgerschar am Ausgangspunkt, der katholischen Martinskirche angekommen war, wartete ein stärkendes Tässchen Kaffee, das bei aller geistigen Nahrung dann doch sehr willkommen war!

Herzlichen Dank für die gelungene Veranstaltung des ökumenischen „Schnupperpilgertags“

 Text Steffi Müller und Bild Herr Jakoby

Vollversammlung der St. Martinusgemeinschaft in Stuttgart

Quasi unter dem großen Martinusmantel des Katholikentags fand am Wochenende die Vollversammlung der St. Martinusgemeinschaft e.V. im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart statt. Mitglieder aus Baden-Württemberg und Bayern nahmen den Tätigkeitsbericht des Vorstands und den Jahresabschluss entgegen. Die Vorsitzende Monika Bucher hielt zu Beginn einen kurzen Rückblick auf 10 Jahre St. Martinusgemeinschaft und erinnerte an die Gründungsmitglieder. Viel hat sich seitdem getan und der Martinusweg ist immer weitergewachsen. Zwei Höhepunkte für die Mitglieder stellte Geschäftsführer Achim Wicker vor. Zum einen lädt die St. Martinusgemeinschaft zu einer gemeinsamen Fahrt zur Eröffnung des Martinusweges in der Diözese Augsburg mit Bischof Bertram Maier und Weihbischof Matthäus Karrer ein. Zum anderen geht es vom 10. – 12. November 2022 nach Kempen am Niederrhein, wo der größter Martinusumzug Deutschlands stattfindet und nach Utrecht zur Martinsparade mit riesigen Lichterfiguren. Kassier Peter Silberzahn konnte für den Haushalt einen leichten Überschuss vermelden und sieht den Verein für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Herzstück der Vollversammlung waren die Berichte aus den Diözesen und Dekanaten. Nach der Mittagspause wurde traditionell ein Stück gemeinsam gepilgert: das Leben, den Weg und den Mantel teilen werden auch im kommende Jahr Antrieb und Ansporn für die Mitglieder der St. Martinusgemeinschaft sein.

Foto: Teilnehmer der Vollversammlung vor dem Martinsmantel im Haus der Katholischen Kirche - Bericht: Achim Wicker

 

 

Im Rhytmus der Zeit - Pilgern mit dem Schw. Albverein

13 Pilger, die meisten aus Stuttgart und Umgebung, trafen sich am Bahnhof in Besigheim bei idealem Wetter zum gemeinsamen Pilgern von Besigheim über den Michaelsberg nach Lauffen. Peter Herrmann, der Wanderführer, begrüßte uns und erläuterte die Sehenswürdigkeiten auf unserer Wanderung. Albert Wild, unser geistlicher Begleiter, regte uns zum Nachdenken an mit Impulsen von Anselm Grün mit „Im Rhythmus der Zeit“ sowie „Was am meisten zählt“ und von Thich Nhat Hanh mit dem Text „Ein neuer Tag ist wie ein weißes Papier“ und „Glücksbohnen“ von einem unbekannten Autor. In Löchgau schauten wir uns die Figuren von Professor Seemann mit den prägnanten Bäuchen und den fließenden Bewegungen der Skulpturen an. Herrn Herrmann machte auf die Nagelfabrik aufmerksam, weshalb auch in Löchgau das einzige Museum in Deutschland für Nägel steht.Auf der Berghütte oberhalb von Löchgau machten wir Rast und beobachteten die Segelflieger beim Starten. Auf dem Michaelsberg entschädigte uns der Weitblick für den langen Aufstieg mit 220 Stufen. Neben dem Michaelsberg pulsierte das Leben. Wir hörten das Rattern der Fahrgeschäfte in Tripsdrill und einige Male die Freudenschreie der Fahrgäste. Wir hielten in der Michaelskirche inne mit einem Impuls von Diakon Wild und besuchten den Friedhof für unbestattetes Leben mit der Skulptur von Sieger Köder.

An der Michaelskirche in Meimsheim machten wir wieder Rast und hörten eine Zusammenfassung der Lebensgeschichte von Martinus.

Um 18 Uhr erreichten wir Lauffen und kehrten zum gemeinsamen Essen und zum Abschluss des Pilgertages ein. Danach fuhren wir mit den Gedanken an diesen schönen Pilgertag mit dem Zug zurück nach Besigheim bzw. Stuttgart.

 

Text und Bild Otto Abele

Unterwegs im Bietigheimer Forst mit Sankt Martin

Im Rahmen des Bietigheimer Sommerferienprogramms machte sich eine kleine Gruppe aus dreizehn jungen Pilgerinnen und Pilgern im Alter von sechs bis elf Jahren am vergangenen Mittwoch auf den Weg, den Familienmartinusweg durch den Forst zu entdecken. Dieser Weg wurde 2013 initiiert und 2019 wiedereröffnet und ist Teil der 2.500 km langen Martinusweg-Mittelroute Via Sancti Martini, die von Ungarn bis nach Frankreich führt.

An insgesamt sieben Stationen konnten die Kinder die Geschichte des Heiligen Martinus kennenlernen. Dabei durften sie selbst die erlebten Geschichten von Martinus nachspielen. So konnten die Kinder auch lernen, den Mantel wie Martinus zu teilen. Aber nicht nur der Mantel wurde geteilt, auch selbstgebackene kleine Martinsgänse wurden in der Gruppe untereinander gerecht geteilt. Bei der Station „Martin als Brückenbauer“ wurden mehrere Murmelbahnen aus Naturmaterialien wie z.B. Rinde, Stöcken, Moos, usw. gebaut, die alle sehr gut funktioniert haben und dabei auch professionell aussahen. Auch bei einer weiteren Station durfte die Kinder mit Naturmaterialien im Wald kreativ werden. So entstand ein wunderschönes Mandala aus Blättern, Stöcken, Moos und Tannenzapfen. Natürlich durfte auch der Pilgerstock unterwegs nicht fehlen, der teilweise größer als die Kinder selbst war.

Nach einer ca. zweistündigen Wanderung mit viel Spaß kamen wir an unserer letzten Station dem Spielplatz Richtung Ingersheim an. Zum Abschluss gab es ein schönes Picknick mit den Familien auf dem Spielplatz.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation der Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden in der Stadt Bietigheim-Bissingen sowie der Martinusgemeinschaft veranstaltet./p>

Christian Turrey, Diakon Philipp Rauen und Otto Abele

(veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung vom 23.08.2022)

Familienpilgern im Dekanat Biberach

Im Rahmen des Samstagspilgerns hat das Dekanat Biberach am Wochenende erstmals zu einer Familienpilgern auf dem Martinusweg eingeladen. Dekanatsreferent Robert Gerner führte gemeinsam mit dem Rottenburger Pilgerführer Rolf Seeger die sechs teilnehmenden Familien auf dem neun Kilometer langen, kinder- und kinderwagengerechten Weg durch die Illertal Landschaft. Startpunkt war Berkheim. Am frühen Vormittag machte sich die Gruppe gemäß Pilgertradition mit Kreuz und Fahne auf den Weg zum Kloster Bonlanden. „An mehreren Wegstationen hörten die Pilgernden Impulse, die sowohl den Erwachsenen Inspiration übermittelten und gleichzeitig auch für Kinder verständlich zum Nachdenken anregten“, so Robert Gerner. Rolf Seeger erzählte unterwegs Mut-Mach-Geschichten aus dem Leben des Namenspatrons des Weges, dem Heiligen Martinus von Tours. „Wir hörten Anekdoten aus seinem Leben, in denen der Heilige Martin selbst Mut zum Weitermachen benötigte und uns so zum Vorbild werden soll in unserer aktuell herausfordernden Zeit“, so Gerner. Eltern und Kinder konnten im Anschluss den Kernaussagen der vorgetragenen Geschichten mittels erlebnispädagogischer Übungen nachspüren. Robert Gerner, der auch über erlebnispädagogische Kenntnisse verfügt, leitete an. „Auf heitere Weise, aber nicht allzu leicht“, sagt er, erschließe sich das Thema das Pilgern, im Unterschied zum Pilgern für Erwachsene, in denen ausschließlich spirituelle Impulse und das Ruhefinden in der Natur im Vordergrund stehen, den Kindern in Gemeinschaft mit ihren Eltern. Dies seien neue Erfahrungswerte für Gemeinschaftlichkeit in Familien, so Gerner. In Bonlanden packte jeder sein mitgebrachtes Vesper aus. Denn auch das gemeinsame Picknick trage beim Familienpilgern als Gemeinschaftsaktivität ganz besonderen Stellenwert, ebenso wie der dort abgeholte Pilgerstempel als Nachweis für ein familiär gemeinschaftlich erreichtes Ziel. Am Pilgerziel selbst, in Erolzheim stand zur Stärkung Kaffee und Zopf für die Familien bereit. „Vor dem gemeinsamen Gottesdienst bildeten wir eine sogenannte menschliche Brücke“, so Gerner. Diese führe sinnbildlich vom Menschen direkt zu Gott und zeige, wie mit Mut und Vertrauen Gemeinschaft durch gegenseitige Unterstützung bewirkt werden könne. „Wie beim Heiligen Martinus selbst“, so Gerner.

Die nächste Familienpilgertour findet voraussichtlich im Juli 2023 statt, als weitere Etappenwanderung durchs Dekanat Biberach.

      

Text und Bilder Christina Maria Benz

Verleihung des „Prix du Partage“ an die Caritas Bruchsal

Frau Barbara Gitzinger engagierte sich bei der Caritas Bruchsal seit 2013 für die „Orte des Teilens“ auf dem Martinusweg. Sie hat diesen maßgeblich in der Region aufgebaut, bekannt gemacht und mit Angeboten bespielt. Insbesondere wurden Orte für „Orte des Teilens“ ausgewiesen, an denen die Spiritualität des Heiligen Martin, das Teilen spürbar und gelebt wird: der Tafelladen Burchsal, das Julius-Itzel-Haus und das Seniorenzentrum St. Martin in Philippsburg sind „Orte des Teilens“.

Für dieses Engagement hat das Europäische Kulturzentrum St. Martin mit Sitz in Tours, Frankreich über die St. Martinusgemeinschaft e.V. der Caritas Bruchsal nun den „Prix du Partage“, den „Preis des Teilens“ verliehen. Er wurde am 27.06.2022 von Constantin Weyrich überreicht. Eine besondere Auszeichnung, die nur einmal in jedem Land am Europäischen Martinusweg vergeben wird.

 

 Text und Bild Monika Bucher

Ausflug der Kindergartenkinder von St. Martin aus Besigheim auf dem Familienmartinusweg

Am sonnigen Freitag, den 24.6.2022 pilgerten die fünf- bis sechsjährigen Kinder vom Kindergarten St. Martin mit ihren Erzieherinnen auf dem Familienmartinusweg im schattigen Wald im Bietigheimer Forst.

An der ersten Station, der 8-Wege-Kreuzung, erhielt ein Kind mit dem verzierten Pilgerstab den Auftrag, den richtigen Weg zu Station 2 zu finden.

An der Station 2 auf der Brücke mussten die Kinder das Problem lösen, auf einem schmalen Weg über die Brücke, dargestellt mit einem Seil, aneinander vorbeizukommen. Nur in Zusammenarbeit miteinander kamen die Kinder auf die andere Seite der Brücke.

An der Station 3 wurde von den Kindern das Martinusspiel mit der Mantelteilung aufgeführt.

An der Station 6 auf dem Familienmartinusweg zeigten die Erzieherinnen mit einer Handpuppe, wie St. Martin vor der Wahl zum Bischof von den Gänsen mit ihrem Geschnatter verraten wurde. Nach dem Lösen der Quizaufgaben über St. Martin, über den die Kinder informiert waren, bekamen jedes Kind von den Erzieherinnen ein Überraschungstütchen mit selbst gebackenen Gänsen.

An der Station 7, dem Grill- und Spielplatz, konnten die Kinder sich ausruhen und spielen. Die Elternbeiräte besorgten das Essen und die Getränke und alle konnten sich nach diesem sonnigen Tag stärken. Das war wirklich ein schöner Ausflug. Die Kinder erzählen nach Angaben der Erzieherinnen jetzt noch davon. Der Ausflug soll im nächsten Jahr wiederholt werden

Text und Bild Otto Abele

Bericht vom Martinus-Radpilgertag am 23.7.2022 von Heilbronn nach Eppingen

Die Pilger fuhren nach dem Pilgersegen mit dem E-Bike im Rahmen des Samstagspilgerns von Heilbronn nach Eppingen. Gleich nach dem Start fing es leicht an zu regnen, hörte aber vor Nordheim schon wieder auf.

Am Museum der Waldenser in Nordhausen empfing uns der Museumsführer Herr Sept und erklärte uns die Geschichte der Flüchtlingsschicksale der Waldenser seit 1176. Sie predigten ihren Glauben ohne Genehmigung des Papstes und wurden deshalb als Ketzer angeklagt und wegen Häresie vertrieben. In Nordhausen wurden einige Flüchtlinge ansässig und bauten als erste in Nordhausen Kartoffeln an. Noch heute finden sich französische Familiennamen, die an den französischen Ursprung der Ortsgründer erinnern. Bis 1823 war die Amtssprache Französisch und die Umgangssprache Patois. Auch der hl. Martin wurde von den Arianern verfolgt, verprügelt und aus der Stadt gejagt, wie der Pilgerbegleiter vergleichend festgestellt hat.

Bei Sonnenschein ging es mit dem Rad weiter über den Weinort Dürrenzimmern nach Brackenheim, die Stadt von Theodor Heuss, in der er geboren war. Wie kein anderer deutscher Politiker war er ein Mann der Literatur und von 1949 bis 1959 unser erster Bundespräsident, genannt „Papa Heuss“. Er repräsentierte das deutsche Volk nach den Folgen des 2. Weltkriegs glaubwürdig nach außen hin.

Ein Jahr lang war er der Vorsitzende des Parlamentarischen Rats und hatte einen entscheidenden Anteil an der Formulierung des Grundgesetzes. Er formulierte u.a. auch die Präambel des Grundgesetzes.

Im Museum in Güglingen hat der Leiter des Römermuseums Herr De Gennaro die klassische römische Toga vorgestellt, die wegen der Länge von 6 Meter und der Breite 2 Meter zusammengenäht war, über die Schulter getragen und mit einem aufwendigen Verschluss zusammengehalten wurde.

Auch der Mantel eines römischen Soldaten wurde gezeigt und jeder konnte sich vorstellen, wie klein ein geteilter Mantel sein musste.

Bei der kompetenten Führung von Herrn Merkle durch das Museum wies dieser darauf hin, dass in jedem Haus von den Römern ein Hausaltar, das Lararium, an dem Opfer an den Hausheiligen erbracht wurden, aufgestellt war. Bereits beim Mithraskult, der im 2. und 3. Jahrhundert stark im römischen Reich verbreitet war, gab es das Sonnensymbol. Das Licht ist ein Ur-Symbol und steht im christlichen Glauben für Gott. Jesus Christus selbst spricht im Johannesevangelium von sich als das „Licht der Welt“.

Nach diesem Pilgertag voller Eindrücken fuhren wir von Eppingen mit der S-Bahn nach Heilbronn und von dort weiter. Die Städte Heilbronn, Besigheim, Ludwigsburg, Stuttgart und Tübingen waren mit der Fahrradmitnahme im Zug und mit dem 9-Euro-Ticket bequem und gut zu erreichen.

Text Otto Abele

 (veröffentlicht in „meine.stimme.de“ der Zeitung Heilbronner Stimme)

Spirituelle Wanderung durch die Weinberge

Das Dekanat Heilbronn-Neckarsulm und der Verein Tourismus im Weinsberger Tal zeigen Interessierten ein Stück des Martinuswegs.

Nach anderthalb Stunden können die Pilgerinnen und Pilger zwischen Rebzeilen auf Heilbronn und weit ins Heilbronner Land blicken. Die Pause in einer schattigen Ecke am Wartberg nutzen Dekanatsreferent Michael Dieterle und Pilgerbegleiter und Wegepate Martin Borgmeyer für eine Lesung aus dem Evangelium und ein Lied aus dem Gotteslob.

Die siebenköpfige Pilgergruppe ist zuvor in Erlenbach gestartet. Nach einer kurzen Andacht in der Kirche St. Martinus folgte sie einem Teilstück des regionalen Martinuswegs Hohenlohe-Franken.

Ein alter Weg

Den Martinusweg sei sie noch nicht gegangen, sagt Evi Hagenbusch aus Obersulm. Daher hat sie sich zusammen mit ihrem Mann kurzfristig für die Tour angemeldet. „Ich habe es in der Zeitung gelesen. Es hat sich gut angehört“, sagt sie. Andere aus der Gruppe sind ebenfalls aus Neugier auf die Wegstrecke dabei. Auch der Verein Tourismus im Weinsberger Tal hatte vom Pilgerangebot gehört und die Veranstaltung mitbeworben.

Der Martinusweg führt von Erlenbach zum Wartberg hinauf und damit mitten hinein in die Heilbronner Weinbergslandschaft. Vom Hochbehälter, der etwas unterhalb des Wartberggipfels in den Hang ragt, geht es dann wieder hinunter Richtung Heilbronner Innenstadt. Die Gruppe folgt dabei der Wartbergsteige, deren Ursprünge ein historischer Hohlweg bildet. Nach insgesamt etwa sieben Kilometern ist das Ziel erreicht: das Deutschordensmünster in der Heilbronner Innenstadt.

Text Martin Borgmeyer, Bild A. Guzy DRS

Ausflug der Kindergartenkinder von St. Martin aus Besigheim auf dem Familienmartinusweg

Am sonnigen Freitag, den 24.6.2022 pilgerten die fünf- bis sechsjährigen Kinder vom Kindergarten St. Martin mit ihren Erzieherinnen auf dem Familienmartinusweg im schattigen Wald im Bietigheimer Forst.

An der ersten Station, der 8-Wege-Kreuzung, erhielt ein Kind mit dem verzierten Pilgerstab den Auftrag, den richtigen Weg zu Station 2 zu finden.

An der Station 2 auf der Brücke mussten die Kinder das Problem lösen, auf einem schmalen Weg über die Brücke, dargestellt mit einem Seil, aneinander vorbeizukommen. Nur in Zusammenarbeit miteinander kamen die Kinder auf die andere Seite der Brücke.

An der Station 3 wurde von den Kindern das Martinusspiel mit der Mantelteilung aufgeführt.

An der Station 6 auf dem Familienmartinusweg zeigten die Erzieherinnen mit einer Handpuppe, wie St. Martin vor der Wahl zum Bischof von den Gänsen mit ihrem Geschnatter verraten wurde. Nach dem Lösen der Quizaufgaben über St. Martin, über den die Kinder informiert waren, bekamen jedes Kind von den Erzieherinnen ein Überraschungstütchen mit selbst gebackenen Gänsen.

An der Station 7, dem Grill- und Spielplatz, konnten die Kinder sich ausruhen und spielen. Die Elternbeiräte besorgten das Essen und die Getränke und alle konnten sich nach diesem sonnigen Tag stärken. Das war wirklich ein schöner Ausflug. Die Kinder erzählen nach Angaben der Erzieherinnen jetzt noch davon. Der Ausflug soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

    

Männertour am Bodensee

Pilgertour für Männer auf dem Martinusweg zwischen Eglofs und Langenargen

Sonntag 4. September 2022, abends – Mittwoch 7. September 2022, vormittags.

Ganz einfach, zu Fuß und mit Übernachtungen in eigenen Zelten oder im Freien. Begleiter: Dieter Walser, Diakon und Tilman Kugler, Referent für Männerarbeit Pilgern ist eine gute Übung – für unseren Alltag. Gleichzeitig ermöglicht es uns auch, Abstand vom Alltag zu gewinnen – um dann wieder neu einzusteigen…

Und das ist der Plan:Wir treffen uns am Sonntagabend, 04. 09. im Feriendorf Eglofs (Argenbühl). Dort bekommen wir ein einfaches Abendessen, Platz für unsere Zelte und am nächsten Morgen ein Frühstück. Am abendlichen Lagerfeuer haben wir Zeit, uns kennen zu lernen und einander zu erzählen, was wir mit dem Pilgern verbinden und an den Tagen mit auf den Weg nehmen. Dann pilgern wir die ca. 43 Kilometer bis an den Bodensee in zwei Tagestappen. Bei Goppertsweiler übernachten wir auf einer Wiese. Unterwegs verpflegt sich jeder selbst. Am Feuer kochen wir uns dazu Kaffee oder Tee. Außerdem können wir am Übernachtungsplatz unsere Wasserflaschen nachfüllen.

Am Dienstagabend kommen wir dann im Feriendorf Langenargen am Bodensee an. Dort erwartet uns wieder ein einfaches Abendessen. Am Feuer schauen wir gemeinsam auf den zurückliegenden Weg zurück und lassen ihn ausklingen. Nach einer weiteren Nacht in unseren Zelten, einem Frühstück und einem Abschuss mit Reisesegen geht am Mittwochvormittag jeder wieder zurück in seinen Alltag. Doch unser Plan ist nur ein Gerüst. Pilgern bedeutet, sich ganz bewusst auf einen Weg mit Gott zu begeben. Und der ist nicht komplett planbar und berechenbar. Im Vertrauen darauf, dass Gott mit uns unterwegs ist, lauschen wir beim Pilgern auf unser Inneres, auf die Sprache der Natur um uns herum und auf das Miteinander in der Pilgergruppe. Mag sein, dass in all dem die Stimme Gottes mit klingt. Dabei nehmen wahr, was mit unseren Plänen geschieht, was die Natur, das Wetter und der Weg uns nahe legen, welche Gedanken uns kommen und welche unwichtig werden… Beim Gehen, beim Schweigen, in Gesprächen, beim Beten, beim ganz einfachen Da-sein…

Teilnahmebeitrag: 35,- (inkl. Kursgebühr, 2x Campen in einem Feriendorf mit einfachem Abendessen und Frühstück). Darüber hinaus gilt Selbstverpflegung (unterwegs und um die Zwischenübernachtung)

Anmeldung bis Ende Juli beim Fachbereich Männer der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Jahnstaße 30, 70597 Stuttgart, Telefon 0711/9791-1093, maenner(at)bo.drs.de

Weitere Informationen: https://kirche-und-gesellschaft.drs.de/maenner/veranstaltungen/unter-freiem-himmel-22.html

 

Wo liegt DEIN Herz?
Europäisches Pilgern für ein Europa der Bürger

Bericht von der ersten Etappe Pannonhalma-Wien

Im Rahmen eines zweijährigen EU-Projektes zum Thema Spannungsfeld persönliche Identität, Heimat und Europa ist eine Pilgergruppe von Ungarn bis Passau unterwegs. Ein Bericht vom schwierigen Versuch, das neonationalistische Ungarn zu verstehen, mit dem europäischen Friedensprojekt in Einklang zu bringen und davon, dass Gemeinschaft mit der Reise des Einzelnen zu den eigenen Wurzeln beginnt.

2 Kommunen, 2 KAB Diözesanverbände, 1 Diözese und eine Bürger-Gemeinschaft aus drei Staaten haben gemeinsam erwirkt, dass die EU ein Pilger-Projekt auf dem Martinusweg finanziert. Hier wird herausgearbeitet, wie der Einzelne in einer bunten europäischen Gemeinschaft gedeihen und sich entfalten kann. Dabei wird deutlich, dass Katholische Soziallehre und Strukturprinzipien der EU Hand in Hand gehen – sie sind nicht Theorie, sie gestalten höchst lebendig unser Miteinander.

In der Erzabtei Pannonhalma, Weltkulturerbe und kulturell wie sprachlich so die Wiege Ungarns, liegt das Herz Otto von Habsburg. Sein Körper liegt in Wien, so dass die Pilger auf dem Martinusweg von Herz zu Kopf des Kaiserreichs Österreich-Ungarn wandern. In Köszeg erleben sie Deutsch-Ungarn, in Kópháza Burgenland-Kroaten, Minderheiten, denen Ungarn Sonderrechte zusichert, damit sie ihre Kultur frei leben und zu einem bunten Miteinander beitragen. Die Pilger überqueren die Grenze dort, wo 1989 das Paneuropäische Picknick stattgefunden hat, wo über Monate DDR-Bürger heimlich die grüne Grenze zu queren suchten – stets gejagt von ungarischen Soldaten. Mit dem Burgenland durchqueren die Pilger das jüngste österreichische Bundesland, geschaffen als Korridor, dann Randregion am Ende der westlichen Welt, heute Teil einer blühenden Euregion. Das Demokratie-Mobil der Diözese begleitet die Pilger, es regt zu Fragen an, intensiviert die zahlreichen Begegnungen und macht deutlich, dass die Martinus-Pilger für eine offene Gesellschaft unterwegs sind. In Trausdorf hielt 1988 Papst Johannes Paul II. eine Messe am Eisernen Vorhang, viele der Gläubigen kamen aus dem Ostblock, heute kämpft eine Bürgerbewegung für eine große Gedenkstätte.

Das EU-Projekt ist getragen von gemeinwohlorientierten Organisationen, dementsprechend erleben die Pilger in Mattersburg und Wien, wie unterschiedlich die Arbeitsmärkte sind und wie regional angepasst daher Sozialprojekte sein müssen. Während der Schwerpunkt im Burgenland auf Orientierung liegt, liegt er in Wien auf Vermittlung. Im Museum Marienthal wird greifbar, was Arbeitslosigkeit mit Menschen macht – in den 30er-Jahren wurde dort erforscht, wie Menschen auf die durch den Verlust der Arbeit bedingte Perspektivlosigkeit reagieren. Die Pilger erfahren, dass es nun „Marienthal Reloaded - MAGMA“ gibt, ein Projekt der AMS (Arbeitsagentur) Niederösterreich. MAGMA steht für Modellprojekt Arbeitsplatzgarantie Marienthal. Hier wird allen Langzeitsarbeitslosen der Gemeinde eine Arbeitsplatzgarantie für die nächsten drei Jahre gegeben. Dabei wird untersucht, welche Wirkung der Ausgang aus perspektivloser Langzeitsarbeitslosigkeit in ein Arbeitsverhältnis auf Psyche und Sozialleben hat – also genau der umgekehrte Vorgang wie vor 30 Jahren.

Im Stephansdom am Ende unserer Reise merken die Pilger auf: „Otto von Habsburg wollte, dass sein Herz in Ungarn beigesetzt wird“ – in Pannonhalma, wo eine Pilgerreise begann, bei der die Pilger auch ihr eigenes Werden, die eigenen Wurzeln und die Frage, an welchem Ort ihr Herz liegt, stellten.

Das EU-Projekt pausiert in Wien die Pilger kehren heim in ihre Gemeinden, um 2023 mit neuem Schwung die Pilgerreise fortzusetzen- dann von Wien nach Passau, von Österreich nach Deutschland.

 

Text und Bild Thomas Riediger

Martinusweg stößt auf großes Interesse - erfolgreiche Katholikentag

Drei Tage lang war die St. Martinusgemeinschaft mit einem Stand auf dem 102. Deutschen Katholikentag vertreten. Unzählige Gespräche führten die Ehrenamtlichen am Stand und stießen dabei auf viel Interesse. Blickfang war die Standfigur von Sankt Martin und dem Bettler.

Besonders begehrt waren neben der Faltkarte von Martinusweg und Meinradweg das Magazin "Der Pilger" mit Sonderseiten zum Martinusweg und unser Flyer "Samstagspilgern 2022".

Bereits am ersten Abend lockte das Podium "Vom Losgehen und Ankommen - was Pilger, Sportler und Wanderer auf ihrem Weg entdecken" über 100 Gäste in das Haus der Wirtschaft. Bischof Gebhard Fürst, Moderator und Wandermeister Manuel Andrack, Pilgerpastor Bernd Lohse und Ex-Biathlonweltmeisterin und Mentaltrainerin Simone Hauswald sorgten für spannende 90 Minuten. Konzipiert wurde das Podium von Achim Wicker und Constantin Weyrich.

Tabhita Drauz, Achim Wicker und Bernd Lohse standen auch tags darauf unter demselben Titel auf der Diözesanbühne Rede und Antwort.

Ein absolutes Highlight war die Sankt-Martins-Ralley tiptoi, welche zusammen mit Ravensburger Spiele entwickelt worden war. Als einer der Redakteure war Achim Wicker begeistert, wie gut die Spielstationen bei den Kindern ankamen.

Herzstück der St. Martinusgemeinschaft auf dem Katholikentag waren die drei Pilgertouren: "Hoffnung teilen - Pilgern für alle" mit Monika und Wolfgang Bucher, Barbara Gitzinger und Susanne Kroggel am Donnerstag, "Sehnsucht teilen - pilgern für dich" mit Pilgerpastor Bernd Lohse, Pfarrer Gerhard Bundschuh und Constantin Weyrich am Freitag, sowie "Den Weg teilen - Pilgern für Europa" mit Achim Wicker, Sabine Lux und Constantin Weyrich, sowie Gästen aus Ungarn, Serbien und Österreich am Samstag.

Am Ende von drei anstregenden Tagen waren alle Beteiligten erschöpft aber glücklich. Durch die ideale Lage am Schillerplatz bei der Präsentation der Diözese Rottenburg-Stuttgart, war unser Stand auf der Kirchenmeile mehr als gut besucht.

Der Dank gilt allen Helfer:innen an den Ständen und beim Pilgern.

Die Freunde aus Eisenstadt an unserem Stand                 Roxy und Gani besuchen uns

Der Martinsmantel auch mit Beiträgen vom Europäischen Martinusweg

"Pilger für Europa" mit Bischof Janos aus Szombathely, Bischof Laszlo aus Serbien und Domkapitular Roman Schwarz aus dem Burgenland / Österreich

Gut besuchtes Podium "Vom Losgehen und Ankommen" mit Bischof Fürst, Simone Hauswald, Manuel Andrack und Pastor Bernd Lohse

 

Pilgern für alle - barrierefrei                                     Pilgerpodium mit Tabitha Drauz. Pastor Bernd Lohse und Achim Wicker

Bei Kindern der Hit: die tiptoi-Sankt Martins Ralley       Inhaltsreich und begehrt: das Magazin "Der Pilger"

Text: Achim Wicker, Fotos: Monika Bucher, DRS Brandl, DRS Döpker und Achim Wicker

 

St. Martinusgemeinschaft auf dem Katholikentag

Mit einem attraktiven Programm präsentiert sich die St. Martinusgemeinschaft an drei Tagen auf dem 102. Deutschen Katholikentag in Stuttgart.

Besuchen Sie unseren Stand auf der Kirchenmeile auf dem Schillerplatz, direkt neben der Bühne der Diözese Rottenburg-Stuttgart oder eine unserer Veranstaltungen. Weitere Informationen dazu der Homepage des Katholikentags über Programmsuche zu den Stichworten "Pilgern" und "Martinusweg"

Donnerstag, 26. Mai 2022

11:00 – 18:00 Uhr Stand „Martinuswege in Baden-Württemberg“ auf der Kirchenmeile auf dem Schillerplatz, Stand 6AS-10 (direkt neben dem Stand Pilgerwege in Baden-Württemberg)

11:00 – 18:00 Uhr St. Martins tip-toi Ralley,Schillerplatz

14:30 – 16:00 Uhr Hoffnung teilen – Mikropilgern für alleTreffpunkt: Domkirche St. Eberhard, Hauptportal, Königsstrasse 7

16:30 – 18:00 Uhr Podium „Vom Losgehen und Ankommen – was Pilger, Wanderer und Sportler auf ihrem Weg finden“,Haus der Wirtschaft, 2. OG, König-Karl-Halle, Willi-Bleicher-Str. 19

Gäste: Bischof Dr. Gebhard Fürst, Simone Hauswald, Ex-Biathletin, Bernd Lohse, Pilgerpastor aus Hamburg und Manuel Andrack, Wanderer und Moderator

 

Freitag, 27. Mai 2022

10:30 – 19:00 Uhr Stand „Martinuswege in Baden-Württemberg“ auf der Kirchenmeileauf dem Schillerplatz, Stand 6AS-10 (direkt neben dem Stand Pilgerwege in Baden-Württemberg)

10:30 – 18:00 Uhr St. Martins tip-toi Ralley,Schillerplatz

10:00 - 16:30 Uhr Sehnsucht teilen – pilgern für Dich, Treffpunkt: Domkirche St. Eberhard, Hauptportal, Königsstrasse 7, Gäste: Pastor Bernd Lohse, Hamburg

16:00 – 16:30 Uhr Podium „Vom Losgehen und   Ankommen   -Den Weg teilen Pilgern heute“, Schillerplatz, Diözesanbühne

Gäste: Bernd Lohse, Pilgerpastora Hamburg, Thabita Drautz, Pilgerin, Achim Wicker, Geschäftsführer der St. Martinusgemeinschaft e.V.

Samstag, 28. Mai 2022

auf dem Schillerplatz, Stand 6AS-10 (direkt neben dem Stand Pilgerwege in Baden-Württemberg)

 10:30 – 18:00 Uhr St. Martins tip-toi Ralley, Schillerplatz

 11:00 – 16:30 Uhr Den Weg teilen – Pilgern für Europa,Treffpunkt: Domkirche St. Eberhard, Hauptportal, Königsstrasse 7

Gäste: Bischof Janos Szekely, Szombathely / Ungarn, Domkapitular Roman Schwarz, Reinhilde und Karl Woditsch, Johann Artner, Eisenstadt / Österreich

Zwei Pilgertage auf dem Martinusweg anlässlich des 102. Katholikentages in Stuttgart - von Rottenburg nach St. Bonifatius in Böblingen

Wir trafen uns am 23. Mai 2022 um 9.30 Uhr in Rottenburg, wo wir dann erst einmal zum Bischofshaus gingen, denn unser Bischof Dr. Gebhard Fürst, spendete uns hier den Pilgersegen. Bevor wir starteten, stärkten wir uns zusammen mit dem Bischof und seiner persönlichen Referentin mit einem Milchhörnchen, welches der Bäcker auf unseren Wunsch so zusammengebacken hatte, dass wir es miteinander teilen konnten, wie es uns der Heilige Martin gelehrt hat.

Wir gingen dann den Martinusweg entlang über den Heuberg nach Wendelsheim. Das Wetter hat sich bis dahin noch zurückgehalten: Teils sonnig, dann wieder wolkig, ein paar Tropfen Regen, aber noch überschaubar. In Wendelsheim besuchten wir die Kath. Kirche St. Katharina. Nach einem Gebet sowie einem Lied verließen wir die Kirche und von nun an regnete es. Es ging nun hinauf zum Mörchensee, wo wir kurz unterm Schirm in Regenklamotten unser Mittagsvesper hielten. Hier war sehr dichter Wald, der den Regen etwas abhielt. Ein Glück hatte es bei uns nicht gewittert, denn wir waren im tiefsten Wald. Ein paar Kilometer weiter ist es mit Blitz und Donner stark hergegangen.

Als wir den Kreuzweg entlang bergab nach Oberndorf gingen, hörte es langsam mit regnen auf und die Sonne schien. In Poltringen machten wir noch einen Besuch in der St. Clemens-Kirche, bevor wir dann die letzte Etappe im Sonnenschein nach Altingen starteten. Zurück ging es mit dem Bus nach Rottenburg.

Der zweite Tag war Treffpunkt an der S-Bahnstation in Herrenberg und führte uns über die schöne Altstadt hinauf auf den Schlossberg zum "Roten Meer". An der alten Martinseiche und die 2017 neu gepflanzte Martinseiche steht eine Gedenktafel und erklärt die historischen Hintergründe der Namensgeber des jungen Baumes, Martin Luther und Martin von Tours. Die Martinseiche steht am Martinusweg dem wir nun weiter bis nach Böblingen folgten. Am Waldfriedhof in Böblingen wurden wir von Dekanatsreferent Wolfgang Hensel und Christina Görg mit dem Auto abgeholt. Nach einer Erfrischung in den Räumlichkeiten der Betriebsseelsorge neben der Kirche St. St. Bonifatius belgeitete Wolfgang Hensel unsere Gruppe in die Kirche zur Schlussandacht, die mit Herrn Hensel und Frau Bucher gestaltet wurde. Geist und Seele waren nun gestärkt - mit einem leckeren Essen wurden diese Pilgertage abgerundet und es konnten alle Pilger wohlbehalten ihre Heimreise antreten.

           

Text Susanne Kroggel und Monika Bucher, Bild Susanne Kroggel

Der Europäische Kongress der Kulturzentren St. Martin tagte in Belgien

Teilnehmer aus zehn Ländern trafen sich im belgischen Beveren zur jährlichen Vollversammlung der Europäischen Kulturzentren St. Martin. Unsere Martinusgemeinschaft wurde durch vertreten von Monika Bucher Vorsitzenden, Achim Wicker Geschäftsführer und dem Geistlichen Begleiter Pfarrer Gerhard Bundschuh.                                                       

Trotz Coronapandemie verlief das Jahr für die euroäischen Martinuswege und Kulturzentren durchaus erfolgreich. Höhepunkt war dabei die erfolgreiche Rezertifizierung als Kulturroute des Europarates für weitere fünf Jahre. Mit der Region Friaul in Italien und Polen wurden zwei weitere Kulturzentren als 15. und 16. Mitglied aufgenommen, hieß es während der Versammlung im Rückblick.

Gemeinsam entwickeln die Kulturzentren über Ländergrenzen hinweg Martinuswege weiter und fördern das Gedenken und Handeln im Sinne des Martin von Tours. Dabei wurde bei dem Treffen in Belgien ein Integrationsprojekt besichtigt, bei dem Bewohner von Beveren gemeinsam mit Flüchtlingen Gemüse anbauen und ernten. Eine kurze Pilgeretappe auf dem neuen Martinusweg von Bergen op zoom nach Menen schloss sich an.

 Text und Bild Achim Wicker

Pilgern für den Frieden

Wir beginnen mit Gebeten für den Frieden in der Kapelle in Arlach, die wunderschön von der Frau Blanz hergerichtet war.

In Tannheim wurden wir mit Glockenklang empfangen. Nach entzünden einer Kerze für den Frieden und einer kleinen Andacht war unser nächstes Ziel Berkheim.

Auch dort entzündeten wir wieder eine Kerze und beteten für den Frieden auf der Welt und mit dem Wunsch, dass der hl. Martinus uns schützt und den Mantel als Schutzschild über uns hält.

Nach der Andacht, wurde uns als Überraschung im Kirchengemeindehaus wieder von der Bäckerei Huber ein Imbiss serviert auf Spendenbasis für die Not in der Ukraine, es kamen 92,- Euro zusammen.

Möchte auf diesem Weg tausend Dank sagen. Es ist einfach schön, wenn es Menschen gibt die sich Gedanken über Menschen in Not machen.

Wir gehen weiter auf unsere nächste Etappe nach Bonlanden.

Bei der Ankunft im Kloster Bonlanden, wurden wir durch die Schwestern empfangen. Pater Johannes von der Seelsorgeeinheit Rot/Illertal beendete unseren Pilgertag mit einer Hl. Messe die mit Orgelmusik und dem Segen für den Frieden endete.

Danke nochmals für alle die sich daran beteiligt und mitgeholfen haben.

Nach dem Verabschieden der Pilger ging es für mich weiter nach Erolzheim zur Frohbergkapelle, wo ich eine Übernachtung gebucht hatte um am nächsten Tag weiter nach Ochsenhausen zu pilgern. Am anderen Morgen dem 1. Mai oben in der Eremitage, wurde mir von Hildegard, einem Mitglied der Frohbergkapelle ein Frühstück gespendet. Danach ging es weiter Richtung Ochsenhausen, meiner zweiten Etappe. Ein wunderschöner Morgen begrüßte mich und ein Nebelgürtel begleitete mich in der ersten Stunde. Das Licht der Sonne drängte den Nebel zurück und die Natur erwachte durch die Sonnenstrahlen, die den Tag erwärmten. Unzählige Vögel hoch in den Bäumen und Sträuchern sangen mir Lieder und man kommt dabei nicht aus dem Staunen heraus. Kurz vor der Dietbruckmühle die ja bekannt ist durch den Martinusweg, begegnete ich dem Mühlenbesitzer und er erzählte mir Geschichten auf dem Martinusweg. Beim weiter gehen begegnete ich wieder einer Frau die auch über das Pilgern und dem Pilgerweg erzählte und glücklich ist, diesen Weg zu kennen und auch dort pilgern zu können. Eine Stunde später in Laubach hatte ich wieder eine schöne Begegnung im Gespräch mit einer Frau, die auch den Martinusweg kennt und ihn schon gegangen ist. Mit dem Besuch in der Pfarrkirche „Mariä Opferung“ ging es weiter nach Ochsenhausen. Es ist einfach ein Geschenk, solche Pilgertage zu erleben. Gegen Mittag hatte war mein Ziel, die Basilika St. Georg erreicht, und mit einem Besuch und Gebet zum Hl. Martinus beendete.

Bericht und Bild Rudolf Link

 

Auf dem Weg zu Ostern - Samstagspilgern in Neckarsulm

Mit einem Pilgerangebot hat sich das Dekanat Heilbronn-Neckarsulm auf die Feiertage vorbereitet. Sie möchte sich auf Ostern einstimmen, sagt Emilie Gritsch. Daher macht sich die Oedheimerin mit einer kleinen Gruppe beim Samstagspilgern des Dekanats Heilbronn-Neckarsulm von Neckarsulm nach Erlenbach auf den Weg. Bevor es auf den etwa vier Kilometer langen Abschnitt des Martinuswegs ging, nahm Thomas Ochs die Gruppe ausgehend von den Katholischen Fachschulen St. Martin zu drei weiteren Stationen des Osterwegs in Neckarsulm und zum Martinsrelief in der Stadtmauer mit. Der Osterweg werde gut angenommen, wie der Leiter der Fachschulen erklärt. Ochs berichtet von Grundschulklassen und Kindergartengruppen, die an Führungen teilgenommen haben.
Bei kurzen Impulsen an den Stationen und bei der Abschlussandacht in der Kirche St. Martinus in Erlenbach mit Dekanatsreferent Michael Dieterle beteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den Frieden. Pfarrer Walter Ruoß sprach ihnen den Segen zu.

Text und Foto: Guzy, DRS

Bericht vom Pilgertag am 9.4.2022 von Ludwigsburg nach Stuttgart

17 Pilger trafen sich vor dem Bahnhof in Ludwigsburg und machten sich nach der Begrüßung durch Rita Schwab mit einem Impuls vom geistlichen Begleiter Diakon Albert Wild auf dem Weg nach Stuttgart. Der Weg führte uns an der Karlshöhe in Ludwigsburg vorbei, in der die Barmherzigkeit gelebt wird, zur Martinskirche nach Kornwestheim. Vor der Kirche war der Brunnen österlich und sehr festlich geschmückt. Alexander Schwab erläuterte kurz die Geschichte dieser evangelischen Martinskirche. Dann pilgerten wir weiter zur Johanneskirche. Zufällig kam der Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderats vorbei und zeigte uns das Kircheninnere, das sehr modern ausgestattet ist. Danach ging es weiter zur neuzeitlichen katholischen St. Martinuskirche, in der jeder ein Stempel für den Martinuspilgerweg für seinen Pilgerausweis erhalten konnte. Im Gemeindesaal begrüßte uns Rita Schwab und versorgte uns mit Kaffee und süßem Gebäck. Alexander Schwab zeigte den Pilgern den Einschubschild mit dem Martinuszeichen unter dem Wegweiser „Martinusweg“ neben der Kirche. Vorbei am ökumenischen Thomashaus, an dem wir kurz Rast machten und dem Wegkreuz kamen wir über die Felder nach Hofen zur Kirche St. Barbara. Nach kurzer Rast und Erläuterungen von Alexander Schwab zur Kirchengeschichte und dem Impuls von Diakon Wild ging es weiter am Neckar entlang über den Schloßgarten zum Schlossplatz mit dem Abschlusssegen für die Pilger. Ein Teil der Pilger besuchte zum Abschluss den Abendgottesdienst in der Domkirche St. Eberhard.

 

Text und Bild Otto Abele

Europaverbindendes Pilgern der KAB

Der KAB-Diözesanverband lädt vom 29. Mai bis zum 9. Juni zum europaverbindenden Pilgern auf dem Martinusweg von Szombathely bis Wien ein.

Die erste Etappe führt im Mai und Juni 2022 vom ungarischen Szombathely bis nach Wien in Österreich. Folgen Sie in einer multinationalen Pilgergruppe dem Weg, den der Heilige Martin – der „erste Europäer“ – gegangen ist.

Erleben sie in internationalen Begegnungen vor Ort, was das moderne Europa zu dem macht, das wir heute gemeinschaftlich leben. 2024 schließt sich die zweite Etappe an: Dann geht es von Wien nach Passau. Die Pilger, die von Deutschland anreisen, starten am 29. Mai mit dem Nachtzug, der Weg zu Fuß beginnt am 31. Mai im ungarischen Szombathely, diese erste Etappe endet am 9. Juni in Wien (Österreich). Von dort fahren die deutschen Teilnehmenden zurück. Es ist auch möglich, nur an einzelnen Tagen mitzupilgern. Wer möchte, kann diese Etappe mit einem vorherigen Aufenthalt in Budapest oder einem anschließenden Aufenthalt in Wien kombinieren (nicht in den Kosten für das Pilgern enthalten). Die Teilnehmenden sind zugleich religiöse Pilger und weltliche Reisende, in jedem Fall lernende Entdecker der europäischen kulturellen Vielfalt. Deshalb fördert die Europäische Union dieses Projekt. Die Katholischen Soziallehre wird unterwegs erlebbar.

Die Pilgerreise hat das Ziel, zu zeigen, dass Anerkennung und Respekt für den Einzelnen innerhalb einer Gemeinschaft von Vielen gelebte Stärke der Europäischen Gemeinschaft ist. Die KAB Rottenburg-Stuttgart koordiniert das internationale Projekt, das gemeinsam mit der KAB Österreich, der KAB Wien, der Diözese Eisenstadt im Burgenland, den Kommunen Köszeg (Ungarn) und Vaihingen/Enz sowie der kroatischen Gemeinschaft Kópháza in Ungarn durchgeführt wird.

Das Projekt „Martinusweg 2022 – Europa heute und damals“ wird von der Europäischen Union im Rahmen von ERASMUS+ in der Erwachsenenbildung gefördert. Es ist daher explizit auf Teilhabe ausgelegt, es soll Europäern ermöglichen, Europa lebendig zu erfahren. Ein Teilnehmendenbeitrag wird erhoben, kann aber dank der EU-Förderung nach der Endabrechnung zu Teilen wieder an die Teilnehmenden zurückerstattet werden.

Die Höhe des Teilnehmendenbeitrag richtet sich nach dem Startort: Für diejenigen, die die gesamte Strecke inklusive Vorprogramm mitmachen, gilt: 800 Euro für Teilnehmende aus Deutschland, 650 Euro für Teilnehmende aus Österreich, 500 Euro für Teilnehmende aus Ungarn.

Weitere Informationen zur Pilgerreise auf den Spuren des Heiligen Martin gibt es auf der Internetseite der KAB.
Anmeldeschluss ist der 15. April 2022.

Gehen und Beten für die Menschen in der Ukraine

Die St. Martinusgemeinschaft e.V. verurteilt die militärischen Angriffe aus Russland auf ukrainische Städte als unerträglichen Bruch des Völkerrechts. Mitte in Europa bricht Präsident Putin ein Krieg vom Zaun, der mit nichts zu rechtfertigen ist und unsägliches Leid über die Menschen in der Ukraine bringt.

Die St. Martinusgemeinschaft lädt dazu ein, die Menschen in der Ukraine mit ins persönliche Gebet zu nehmen oder für sie zu gehen. Als Pilger:innen  können wir im Rahmen unserer Aktion "Für wen gehst Du?" ganz bewußt für die Menschen in der Ukraine und den Frieden gehen und pilgern. Nehmen Sie die Menschen in den kommenden Tag mit auf ihren Pilgerweg und in ihr Gebet.

Die Karten können im Shop der Diözese kostenlos bestellt werden: Shop

 Karten mit Gebet zum download: Karte Fahne und Karte Taube

 Weitere Informationen zu "Für wen gehst Du?" finden Sie hier: Für wen gehst Du?

Neuer Flyer Samstagspilgern erschienen

Bereits im siebten Jahr erscheint der Flyer "Immer wieder samstags - Pilgern auf dem Martinusweg in Baden-Württemberg und der europäischen Mittelroute". Neben dem traditionellen "Samstagspilgern" gibt es in diesem Jahr auch drei Pilgerangebote auf dem Katholikentag und Pilgern in drei Tagen zum Katholikentag.

Start ist am 9. April 2022 mit einem Pilgervormittag zur Einstimmung auf Ostern von Neckarsulm nach Erlenbach. Das Pilgerjahr beschließt eine Pilgerwanderung von Besigheim auf den Michaelsberg mit Pilgergästen aus dem Burgenland / Österreich. Dazwischen laden viele Pilgertage, manche auch mit dem Fahrrad, von Hohenlohe bis zum Allgäu und vom Bodensee bis nach Heilbronn ein zum Pilgern.

Ein Auftaktpilgern auf dem bayerischen Martinusweg "Pilgerwanderung am Lech" findet am 14. Mai 2022 von Kaufering nach Pitzling statt.

Am 3. Juli 2022 findet zum Abschluss des "Jahres der Familie 2021-2022" ein Familienpilgertag in Langenargen statt und am 30. Juli 2022 lädt das Dekanat Böblingen zum Pilgertag "Begegnung wagen" mit Bischof Dr. Gebhard Fürst ein.

Einen Pilgerreise auf dem europäischen Martinusweg führt in diesem Jahr nach Österreich. In fünf Tagesetappen geht es von Krems an der Donau nach Maria Taferl.

Den Flyer zum download gibt es hier: download

Bei der Expedition der Diözese Rottenburg-Stuttgart kann der Flyer kostenlos bestellt werden: Bestellung

 

Pilgerreise auf dem Europäischen Martinusweg im Juni

Die St. Martinusgemeinschaft bietet vom 20.- 25. Juni 2022 eine Fußpilgerreise auf dem Europäischen Martinusweg in Österreich an. Zuß Fuß geht es in vier Tagesetappe von 12 - 21 km Länge von Krems an der Donau durch den Dunkelsteiner Wald und Stift Melk nach Maria Taferl. Gepilgert wird mit Tagesrucksack.

Begleitet wird die Fahrt von Pfarrer Gerhard Bundschuh und Geschäftsführer Achim Wicker, sowie Christian Baumgartner, Pilgerbegleiter Diözese St. Pölten.

Die Ausschreibung zur Reise finden Sie hier: Ausschreibung

 

Neuer Vorstand von Bischof Fürst bestätigt

Vor kurzem hat Bischof Dr. Gebhard Fürst den Vorstand der St. Martinusgemeinschaft bestätigt. Bei der Vollversammlung wurden Monika Bucher, Rohrdorf, (Vorsitzende) und Constantin Weyrich, Freudental, (Stellv. Vorsitzender) von den Mitgliedern mit großer Mehrheit wiedergewählt. Neu im Vorstand ist Susanne Kroggel aus Balingen. 

Zum Kassenführer wurde Peter Silberzahn aus Horb gewählt, zu Kassenprüfern Otto Abele aus Löchgau und Martin Borgmeyer aus Heilbronn. Geschäftsführer Achim Wicker und Geistlicher Beirat Pfarrer Gerhard Bundschuh kompletieren den Vorstand.

Verabschiedet wurden Josef Albrecht, der seit 2012 dem Vorstand angehört hat und wesentlich für die Entstehung des Martinusweges in der Diözese Rottenburg-Stuttgart verantwortlich war und Andreas Nick, der viele Jahre als Vorstand und davor als Fachmann für das Thema IT in der St. Martinusgemeinschaft tätig war.
Die St. Martinusgemeinschaft wurde 2012 als kirchlicher Verein gegründet und engagiert sich in der Pflege, Belebung und Weiterentwicklung des Martinusweges in der Diözese und in ganz Deutschland.

von links nach rechts: Peter Silberzahn, Otto Abele, Josef Albrecht, Susanne Kroggel, Monika Bucher, Constantin Weyrich, Martin Borgmeyer, Andreas Nick und Achim Wicker.

Foto: Stephan Wiltsche, Text: Achim Wicker

 

Pilgern zum Katholikentag in Stuttgart - jetzt anmelden

Im Mai findet in Stuttgart der 102. Deutsche Katholikentag statt. Die St. Martinusgemeinschaft bietet nicht nur Pilgerangebote auf dem Katholikentag an, sondern auch Pilgern zum Katholikentag. Start ist am Montag, 23. Mai 2022 mit dem Pilgersegen im Rottenburger Dom St. Martin. In drei Tagesetappen geht es dann über Herrenberg und Sindelfingen nach Suttgart, wo der Schloßplatz rechtzeitig zur Eröffnung erreicht wird.

Angeboten wird das Pilgern zum Katholikentag in zwei Geschindigkeiten, damit möglichst viele daran teilnehmen können.

Weitere Informationen: Informationsflyer und Anmeldebogen.

Foto: Schlossplatz in Stuttgart, DRS

 

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